Sofia Blind

Die alten Obstsorten

Kennen Sie den Hasenkopf, den Schmalprinz oder den Breitarsch? Das sind keine Wortneuschöpfungen oder Tierkörperteile, sondern alte Obstsorten. Eine ganze Reihe von namenhaften Obstsorten schaffte es zur weltweiten Berühmtheit und andere schlummern vergessen in den Bibliotheken. Die Übersetzerin und Autorin Sofia Blind ändert das und ruft uns diese vergessenen, fruchtigen Schätze mit ihrem Buch „Die alten Obstsorten“ wieder in unser Gedächtnis.

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Inhalt des Buches

Eine kleine Zeitreise erwartet die Leserschaft von Sofia Blind, denn in „Die alten Obstsorten“ erforscht die Autorin die Herkunft und Bedeutung des Obstes. Sie reist dabei in ihrem 191-Seiten langen Buch zurück bis zur Antike. Zurück in der heutigen Zeit stehenn wir vor der Frage, warum diese wertvollen Obstsorten verschwanden. Sofia Blind geht nicht nur auf die Historie der Obstsorten ein, sondern auch auf deren Ursprung, ihren geeigneten Standort und deren Geschmack. In vielen Teilen des deutschsprachigen Raumes sind manche Bäume unter Synonymen bereits bekannt – mittels Randnotizen fasst die Autorin auch diese kurz zusammen. Neben den kulinarischen Aspekten geht Sofia Blind auch auf den Nutzen alter Obstbäume ein. Viele Lebewesen profitieren von Obstbäumen, da gerade die alten Obstsorten ein ökologisches Wunder sind. Gerade auf Strobostwiesen seien diese Sorten beheimatet. Wer wissen möchte, was sich auch diesen alten Obstsorten alles zubereiten lässt, findet in „Die alten Obstsorten“ zudem leckere Rezepte und Tipps zu Anbau und Pflege.

Das sagt die Redaktion vom Baumpflegeportal

Dass Sofia Blind eine große Obstbaumliebhaberin ist, entgeht der Leserschaft nicht! Mit Leidenschaft und einer aufwendigen Recherche gestaltete sie ihr Buch. Kein von ihr wiederentdeckter Obstbaum kommt in diesem Werk zu kurz. Die Autoron schafft es, von der Geschichte dieser wertvollen Pflanzen zu erzählen und gleichzeitig Lust darauf zu machen, selbst zur Schaufel zu greifen und Bäume zu pflanzen. Das Buch ist eine Exkursion zu unseren ursprünglichen Bedürfnissen und schafft einen neuen Blickwinkel auf „Produkte“ aus der Natur. „Die alten Obstsorten“ zeigt unaufdringlich, welchen Nutzen alte Obstsorten für uns haben und warum diese wertvoll sind. Die Autorin schafft es, zwischen den Zeilen der Wichtigkeit Raum zu bieten, ohne dabei den roten Faden des Buches zu verlieren. Ganz nebenbei erwähnt sie, dass die Intitiative Hochstamm Deutschland e.V. den Antrag stellte, Streuobstanbbau als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen. Mit „Die alten Obstsorten“ und ihrem Verweis, den nur eine genaue Leserschaft findet, setzt Sofia Blind ein Zeichen für Obstbäume und deren Erhalt. Das Buch ist also nicht nur für wissbegierige Obstfreunde geeignet, sondern für alle, die sich Gedanken um die Ursprünge und die Entstehung ihrer fruchtigen Nahrungsmitteln machen. Back to nature fasst gut zusammen, was Sofia Blind im großen Stil mit ihrem Werk erschaffen hat.

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Über die Autorin

Eigentlich übersetzt die Autorin von „Die alten Obstsorten“ Sachbücher. Nach Ihrem Studium war sie zunächst als Hörfunkjournalistin für SWR und WDR tätig und entdeckte ihre Liebe zu (alten) Obstsorten erst, als sie ihren jetzigen Garten erbte. „In diesem Garten wuchsen Obstsorten, die Menschen vermutlich in der Vorkriegszeit pflanzten“, erinnert sich Sofia Blind. Doch niemand konnte ihr sagen, um was für Obstsorten es sich bei ihren Bäumen genau handle. Als Übersetzerin legt Sofia Blind großen Wert auf eine präzise Recherche – das gilt und galt auch für ihre Bäume. Sie machte sich auf, die alten Obstsorten zu bestimmen und stieß dabei auf erstaunliche Geschichten. „Jeder Obstbaum hat eine Kulturgeschichte“, so die Autorin. Mit dem Pflanzen einer alten Obstsorte würden Hobbygärtner also nicht nur einen schmackhaften Obstlieferant im Garten erhalten, sondern auch ein Stück Geschichte.“

Foto: Sofia Blind

„Bäume, die nichts erwarten“

„Viele Menschen machen sich Druck, alles von ihren Obstbäumen verarbeiten zu müssen“, findet Sofia Blind. Dabei sei es doch viel schöner und entspannter, das zu nutzen, was man selbst verarbeiten könne. „Was ich nicht schaffe, verschenke ich an Nachbarn und einen Teil lasse ich in der Natur. Vögel und Hornissen freuen sich über liegengelassenes Obst“, ist ihr Tipp für ein entspanntes Miteinander von (Obst-)Baum und Mensch. Ihr großer Appell ist es, mehr alte Obstsorten zu pflanzen. „Sie sind genügsame und einfach – Bäume, die nichts erwarten“, so Blind. Außerdem würden diese Bäume jede Markise, jedes Sonnensegel und jeden Sonnenschirm in den Schatten stellen. Ihr Lieblingsobstbaum ist die Quitte. Der Quitten-Baum sei stark unterschätzt obwohl er ein wundervoller Obstbaum mit tollen Früchten ist und nochdazu schon anzusehen ist. Wer sich nicht sicher ist, welche alte Obstsorte in seinen Garten passt, findet in „Die alten Obstsorten“ eine Liste von Baumschulen, die mit diesen altehrwürdigen Sorten vertraut sind.

Zusammenfassung

  • Titel: „Die alten Obstsorten“
  • Autorin: Sofia Blind
  • 191 Seiten
  • Kartonierte Ausgabe
  • erhältlich bei Dumont Verlag

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