Baum des Jahres 2019:

Die Ulme als Gartenbaum

Die Ulme ist ein schöner, hoch wachsender Laubbaum. In Deutschland kommen vor allem Flatterulme, Feldulme und Bergulme vor. Doch auch kleinere Ulmenarten gibt es, wie etwa die Hängeulme. Wer den Baum des Jahres 2019 in seinem eigenen Garten, Grundstück oder Wald pflanzen möchte, muss ein paar wichtige Voraussetzungen erfüllen. Die Flatterulme braucht viel Platz, einen sonnig bis halbschattigen Standort und am besten nährstoffreichen, kalkhaltigen Sandboden.

Steckbrief der Ulme

Die Ulme ist ein Laubbaum, der bis zu vierzig Meter hoch wird. Ihre Charakteristischen Blätter sind gezähnt, und am Blattansatz je nach Art mehr oder weniger asymmetrisch geformt. Sie erinnern an die Blätter der Haselnuss.

Die Früchte der Ulme sind geflügelte Nüsschen. Aufgrund ihrer Form fliegen sie weit mit dem Wind und sorgen für eine schnelle Verbreitung. Flatterulmen kommen oft an Bächen und Flüssen vor, wobei die Schwimmfähigkeit der Samen ein Vorteil ist. Der Stamm der Ulme ist meist gerade. Die graubraune Rinde ist anfangs glatt und später längsrissig.

Der richtige Pflanzzeitpunkt

Kaufen Sie eine junge Ulme aus der Gärtnerei, achten Sie gut auf den Pflanz-Zeitpunkt. Bäume pflanzen Sie am besten im Frühjahr oder im Frühherbst. Im Frühherbst hat der Baum genug Zeit, sich auf den Winter einzustellen. Im Frühjahr hat der Baum die gesamte Vegetationsperiode Zeit, um gut anzuwachsen, muss jedoch mit Hitze und Trockenheit kämpfen. Eine weitere Gefahr für früh gepflanzte Bäume sind Spätfröste. Gerade die Ulme verträgt diese schlecht. Warten Sie deshalb bis Mitte Mai, wenn sie eine Ulme pflanzen.

Damit Ihr Bäumchen gut anwächst, empfiehlt sich Pflanzgrube, die doppelt so groß ist wie der Wurzelballen. Lockern Sie die Erde tiefgründig auf, damit der Pfahlwurzelbildung nichts im Wege steht und mischen Sie die ausgehobene Erde mit Sand, Kompost oder Hornspänen. Das sorgt für gute Wasserdurchlässigkeit und ausreichend Nährstoffe. Im ersten Jahr nach der Pflanzung braucht Ihre Ulme ausreichend Wasser. Später empfiehlt es sich, den Baum bei Trockenheit zu gießen.

Standortwahl

Die Ulme erreicht im Alter eine stattliche Höhe und eine ausladende Krone. Wählen Sie deshalb für den jungen Baum einen großzügigen Platz aus. Die Ulme wird einige hundert Jahre alt , was die Stadtortwahl entsprechend wichtiger macht. Ein sonniger oder halbschattiger Platz ist ideal, damit sich der Baum gut entwickelt. Achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zum Haus und anderen Gebäuden. Großbäume verlieren im Sturm gelegentlich den einen oder anderen Ast, der bestenfalls keinen Schaden anrichten soll.

Bei allen Bäumen im Garten ist es wichtig, dass Sie keine Baumaßnahmen im Wurzelbereich des Baumes planen. Auch Wege mit Unterbau oder gepflasterte Böden unter der Krone sind ungünstig, da sie die Wurzeln schädigen und den Boden verdichten. Geschädigte Wurzeln bedeuten immer, dass der Baum weniger Standsicherheit hat. Gerade bei großen Bäumen wie der Ulme, ist das durchaus gefährlich.

Schnitt und Pflege

Wie jeder Großbaum braucht die Ulme keinen Schnitt, um sich gut zu entwickeln. In der Jugend kann ein moderater Auslichtungsschnitt helfen, eine kräftige, dichte Krone zu erhalten. Später verursacht jedoch jeder Schnitt eine Wunde, die als Eintrittspforte für Pilze und andere Schaderreger ideal ist. Schneiden Sie deshalb nur reibende und kranke Äste aus der Krone.

Ist der Baum zu groß für seinen Standort, handeln Sie frühzeitig. Ausgebildete Baumpfleger schneiden die Krone ohne Schaden für den Baum. Eine fachgerechte Kroneneinkürzung basiert nicht auf dem Kappen von Stammteilen, sondern der Baumpfleger schneidet hoch wachsende Äste auf kürzere zurück. Dadurch behält der Baum seine physiologische Form, ist aber weniger hoch als zuvor. Die vielen kleinen Wunden überwächst der Baum schneller als wenige große Schnitte. Durch den vorsichtigen Schnitt reagiert der Baum nicht panisch und treibt moderat aus.

Das Ulmensterben

Die bekannteste Krankheit der Ulmen ist das Ulmensterben. Ein Pilz ist schuld an der Erkrankung und befällt seit vielen Jahren ganze Ulmenbestände. Der Kleinen und der Große Ulmensplintkäfer übertragen den Schlauchpilz von einem Baum auf den nächsten. Nur die Flatterulme scheint eine Resistenz gegen Käfer und Pilz zu haben.

Artikel zum Ulmensterben ab August 2019

Ulmenarten für den Garten

Als Gartenbäume eignen sich meist klein bleibende Bäume. Eine beliebte Sorte ist die Hängeulme. Sie wird maximal vier bis fünf Meter hoch und bildet von selbst eine wunderschöne, überhängende Krone. Auch die Zuchtsorte „Goldulme“ bleibt mit sechs Metern Höhe übersichtlich. Wer viel Platz hat, kann eine ursprüngliche Ulmenart wählen. Die Flatterulme eignet sich besonders gut, da sie auch feuchte Böden verträgt und resistent gegen die Ulmenkrankheit ist.

Die Autorin: Marina Winkler

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2 Antworten
  1. Schwitters

    Wir sehen in der Baumscheibe der Ulme, aber auch weiter entfernt spriessende Triebe, die offenbar aus Flachwurzeln der Mutterulme erwachsen.
    Das sind viele Triebe, die sich fast wie Bodendecker verbreiten. Ich kann dazu keinen Kommentar finden.
    Ist Ihnen das bekannt?
    Schwitters

    Antworten
    • Baumpflegeportal

      Guten Tag,
      ja, die Ulme kann durchaus Wurzeltriebe bilden. Im Garten fällt dies selten auf, da sie mit dem Rasenmäher regelmäßig mit entfernt werden. Auch aus den Früchten der Ulme wachsen auf gutem Boden die Sämlinge. In Summe kann das eine beachtliche Zahl sein, gerade wenn die Ulme frei steht und wenig krautiger Unterwuchs um den Stamm herum wächst. Sie können die Triebe einfach ausreißen (bei Sämlingen) oder abmähen (bei Wurzelschossen). Werden die Bäumchen zu groß, kann das schwieriger werden.
      Viele Grüße, Marina Winkler

      Antworten

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