Deutsche Waldtage 2020:

Ohne Bäume geht es nicht

Gemeinsam mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat rief das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Deutschen Waldtage ins Leben. Damit machen sie gemeinsam auf die Veränderungen aufmerksam, unter denen unsere Wälder und vor allem unsere Bäume leiden. Das wesentliche Ziel dieser Initiative: Ein stabiler Wald, gesunde Bäume und eine gemeinsame Verantwortung. Verschiedene, regionale Aktionen machen auf die Waldtage aufmerksam. Das Symbol der Deutschen Waldtage ist das Grüne Herz.

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Ziel der Waldtage – Aufforstung für‘s Klima

Ein ugandisches Sprichwort sagt: „Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt“. Diese Weisheit ist in der aktuellen Zeit präsenter denn je. Forscher fanden heraus, dass nichts den Klimawandel so effektiv bekämpft, wie das Pflanzen von Bäumen. Bäume sind echte Klimahelden: Während der Photosynthese nehmen sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und speichern es in Form von Kohlenstoff im Holzkörper ab.

Durch eine effektive Aufforstung und das Pflanzen von Bäumen, könnten wir zwei Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen aufnehmen. Diese Maßnahme schlugen Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) vor. Der Weltklimarat (IPCC) fasst das Ganze noch viel drastischer zusammen: Bis 2050 müssen Menschen rund eine Milliarde Hektar neu mit Bäumen aufforsten. Damit könnte die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt und ein wichtiges Ziel des Pariser Klimaabkommens erreicht werden.

Waldtage in der Stadt

Was für das Land gilt, gilt auch für die Stadt. Bäume in unseren dicht besiedelten Zentren verschönern nicht nur das Gesamtbild, sie helfen auch uns Menschen. Ein Stadtbaum speichert Kohlendioxid, reguliert das Klima einer Stadt und säubert die Luft. Eine ein Meter dicke Buche filtert im Durchschnitt 1,3 kg Feinstaub. Abgesehen davon schützen Bäume in Städten vor Lärm und steigern die Lebensqualität der Bewohner. Ein Baum ist in der Stadt gleichzeitig ein Beitrag zum Artenschutz. Er bietet einen natürlichen Lebensraum für allerhand Vögel und Insekten.

Bäume für unsere Gesundheit

Japanische Forscher fanden es heraus: Bäume helfen unserem Immunsystem. Sie stellten fest, dass regelmäßige Waldspaziergänge Krebserkrankungen vorbeugen. Bei Testpersonen, die regelmäßig im Wald spazierten, hatten eine höhere Zahl an aktiven „natürlichen Killerzellen“ im Körper. Die Probanden waren an drei Tagen circa zwei Stunden im Wald spazieren. Außerdem sanken ihre Stresshormone deutlich. 2009 fand der Forscher Professor Qing Li das heraus, seitdem gilt Waldbaden in Japan als gängige Therapieform. Auch bei uns ist Waldbaden keine Unbekannte mehr und ein immer größerer Personenkreis nutzt die heilende Wirkung von Bäumen und Wald.

Helfen wir den Bäumen

Bäume verschönern unsere Städte, filtern unsere Luft und tragen zu unserer Gesundheit bei. Damit sie lange gesund bleiben, brauchen sie aber unsere Hilfe. Über die Suchfunktion des Baumpflegeportals finden Sie qualifzierte Baumpfleger die Ihnen dabei helfen, Ihren grünen Helden zu pflegen.

Bäume regulieren den Niederschlag

Unsere grünen Riesen sind Teil des Wasserkreislaufes. Fast 370 Liter Wasser nimmt ein Baum – je nach Art – an einem einzigen Tag auf und setzt es in der Atmosphäre frei. Blätter fangen Regentropfen ab, das Wasser verdampft anschließend und verursacht die Wolkenbildung. Irgendwo anders gibt es dann durch diesen Vorgang Niederschläge. Dieser komplexe Vorgang heißt übrigens „Evapotranspiration“ und macht 40 Prozent unseres jährlichen Regens aus.

Weil wir Bäume brauchen

Neben den positiven Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit sind Bäume ein echter Zufluchtsort für Kinder. Wer kletterte nicht in seiner Kindheit einen alten Baum hoch? Wer versuchte nicht, die verborgenen Winkel in der Krone zu erkunden? Anstrengend war es und der Baum schien niemals zu enden. Vielleicht würden wir heute gar nicht mehr so weit kommen. Nichtsdestotrotz schadet es nicht, auch als Erwachsener in die Welt der Bäume einzutauchen. Wir brauchen sie und sie brauchen uns.

Die Autorin: Simone Huss-Weber

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