Zahlreiche rosa Rosenblüten an einem Rosenstrauch

Echter Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau

Rosenkrankheiten erkennen, bekämpfen und vorbeugen

Im Frühling beginnt auch die „Königin der Blumen“, die Rose, wieder mit dem Austrieb. In vielen Gärten lassen Rosensträucher das Herz von Gartenfreunden und -besitzern wegen ihrer wunderschönen Blütenpracht höher schlagen. Doch mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen erwachen nicht nur die Rosengehölze wieder zu neuem Leben. Auch Pilze machen sich bereit, die Pflanzen zu befallen. Schwarze, mehlige oder rostige Flecken beeinträchtigen Gesundheit und Schönheit der Gehölze. Woran lassen sich die Krankheiten an Rosen erkennen, auf was ist zu achten müssen und wie ist bei Befall zu verfahren?

Echter Mehltau

Diese Pilzkrankheit erkennen Sie an weißem, mehligem Belag auf der Blattoberseite. Dieser Belag ist ein Pilzgeflecht und lässt sich abwischen (das Abwischen hilft aber nicht!). Die Pilzsporen befallen hauptsächlich die jungen Triebe, Blätter und auch Blüten. Ein starker Befall kann zum Vertrocknen der Blätter führen. Begünstigt wird er durch sehr milde Winter wie den letzten. Denn der Echte Mehltau fühlt sich bei höheren Temperaturen besonders wohl. Aus diesem Grund kennt man ihn auch als „Schönwetterpilz“. Gerade in diesem Frühling sind Ihre Rosen also sehr gefährdet, vom Mehltau infiziert zu werden.

Orange Schwielen: Rosenrost

Wenn Ihre Pflanzen von Rosenrost befallen sind, dann zeigen sich zahlreiche gelbliche, orange und rostrote Punkte auf der Oberseite der Blätter. An der Blattunterseite sind an den betroffenen Stellen schwielenartige, hervorstehende Sporenlager zu finden. Auch an Zweigen oder Trieben finden sich vereinzelt rostrote Sporenlager. Wenn der Stock besonders stark vom Rosenrost heimgesucht wird, dann brechen die Zweige an den entsprechenden Stellen ab und die befallenen Blätter fallen ab. Begünstigt wird diese Rosenkrankheit durch zu nasse Standorte oder feuchte Witterung.

Schwarze Flecken: Sternrußtau

Die am häufigsten auftretende Rosenkrankheit ist der sogenannte Sternrußtau. Dieser Pilz zeigt sich durch zu Beginn nur vereinzelt auftretende Flecken auf den Blättern. In diesem Fall sind sie gräulich schwarz. Breitet sich der Pilz aus, gehen die runden Flecken ineinander über. Um die Befallsstellen herum verfärbt sich das Blatt oft gelblich. Starker Befall sorgt dafür, dass die Blätter abfallen und der Rosenbusch kahl wird. Auch der Sternrußtau fühlt sich bei feuchten Bedingungen besonders wohl und kann die Vitalität Ihrer Pflanzen negativ beeinflussen.

Gegenmaßnahmen

Wichtig ist, dass Sie befallene Pflanzenteile abschneiden und aus dem Beet entfernen. Auch befallenes Laub sollten Sie im Beet regelmäßig beseitigen. So stellen Sie sicher, dass die Sporen nicht auf gesunde Pflanzenteile übergreifen. Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen – oder hergestellt worden. Zur direkten Bekämpfung aller drei Pilzkrankheiten sind verschiedene Pflanzenschutzmittel im Fachhandel erhältlich. Oft gibt es auch Kombipräparate, die gegen jeden dieser Pilze eingesetzt werden können.

Vorbeugende Maßnahmen

Sie sollten darauf achten, Ihre Rosenstöcke ausgeglichen mit Nährstoffen zu versorgen. Zuviel Stickstoff beispielsweise wirkt zugunsten des Echten Mehltaus und des Rosenrosts und zu Ungunsten Ihrer Rosen. Überdüngen Sie sie also nicht mit stickstoffreichem Dünger. Eine gute Pflege erhöht die Widerstandskraft Ihrer Pflanzen und hilft zusätzlich, sie langfristig gegen Pilzbefall zu schützen. Wichtig ist es zudem, beim Gießen darauf zu achten, Blätter und Blüten nicht mit zu befeuchten. Halten Sie diese trocken. Feuchtigkeit über Nacht, wie zum Beispiel auch Tau, begünstigt die Ausbreitung der Pilzsporen. Sie sollten außerdem schon bei der Pflanzung genügend Abstand zwischen den einzelnen Stöcken lassen. Denn so erschweren Sie es den Pilzen, auf gesunde Rosen überzusiedeln.

Behalten Sie in der nächsten Zeit Ihre Rosengehölze im Auge, pflegen Sie sie richtig und ergreifen Sie rechtzeitig Maßnahmen. Dann können Sie sich auch bald an ihren wunderschönen Blüten erfreuen!

Die Autorin: Elisabeth Morgenstern

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