Mehrere verschiedene Nadelbaumzweige

Der richtige Weihnachtsbaum:

Tannenbaum-Sorten im Vergleich

Welche Tannenbaum-Sorte soll dieses Weihnachten Ihr Wohnzimmer schmücken? Jede Baumart hat ihre Vor- und Nachteile als Weihnachtsbaum. Saftiges Grün, gleichmäßiger Aufbau und Nadeln, die lange am Baum bleiben – diese Eigenschaften qualifizieren einen guten Weihnachtsbaum. Wir haben für euch die beliebstesten Tannenbaum-Sorten unter die Lupe genommen.

Die Nordmanntanne: Abies nordmanniana

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland. Durch ihre satten grünen Nadeln und die lange Haltbarkeit überzeugt sie in jedem Wohnzimmer. Die festsitzenden Nadeln stechen nicht und der Baum ist einfach und bequem zu schmücken. Mit einem Marktanteil von circa 80 Prozent ist die Nordmanntanne mit Abstand der meistverkaufte Baum der vergangenen Jahre.

Vorteile

  • Aufrechte, gleichmäßige Wuchsform
  • Grüne, nicht stechende Nadeln
  • Versprüht einen angenehmen Duft
  • Nadelfest bis zu drei Wochen

Nachteile

  • relativ hoher Platzbedarf
  • teuerster Weihnachtsbaum, da sehr beliebt

Wissenswertes

Die Nordmanntanne kommt ursprünglich aus dem georgischen und russischen Kaukasus, sowie der Türkei. In Höhen von 900 bis 2200 Metern fühlt sie sich am wohlsten. Sie erreicht eine Höhe von 40 bis 69 Metern und wird bis zu 500 Jahre alt.

Die Blaufichte: Picea pungens

Rund 15 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume sind Blaufichten. Der Baum besticht mit seiner kräftigen stahlblauen Färbung und wirkt mit einfarbigem Weihnachtsschmuck sehr edel. Der aufrechte, gleichmäßige Wuchs der Blautanne sorgt für wenig Platzverlust. Die stabilen Äste halten auch schweren Weihnachtsschmuck aus und sind durch den etagenartigen Wuchs am besten für echte Kerzen geeignet. Zusätzliche Weihnachtsstimmung kommt auf, wenn sich der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen mit dem leichten Tannenduft der Blaufichte vermischt. Aber Vorsicht: die Blaufichte sticht!

Vorteile

  • Blaue Färbung der Nadeln wirkt edel
  • Schöne, gleichmäßige Wuchsform

Nachteile

  • Stechende Nadeln
  • Nadelt schnell

Wissenswertes

Die aus Nordamerika stammende Blaufichte lebt in hohen Lagen des Bergwaldes. Sie wird bis zu 35 Meter hoch. Mit ihrer blau-grauen Nadelfarbe ist sie ein beliebter Gartenbaum.

Die Nobilistanne: Abies nobilis

Die Nobilistanne wird auch als Charaktertanne bezeichnet. Dieser Kosename kommt von ihrem ungleichmäßigen Wuchs. Kein Baum sieht aus wie der andere. Diese Individualität ist oft das entscheidende Argument für ihre Liebhaber. Der natürlich aussehende Weihnachtsbaum hält außerdem über mehrere Wochen im Wohnzimmer. Die weichen Nadeln sind angenehm zu schmücken und duften wunderbar stark nach Tannenwald. Ebenso verströmt die Nobilistanne einen leichten Orangengeruch. Stechen Sie die Harztaschen am Stamm leicht mit einer Nadel an, um den Duft zu verstärken.

Vorteile

  • Stabile Äste: Kein Biegen trotz Weihnachtsschmuck
  • Nadelt nicht, ist lang haltbar
  • Weiche Nadeln

Nachteile

  • Leicht ungleichmäßiger Wuchs
  • Noch unbekannt: Nicht überall im Handel

Wissenswertes

Die Herkunft der Nobilistanne liegt in Nordamerika. Sie ist in warmen, gemäßigten Klimazonen zuhause und verträgt deshalb auch die Raumtemperatur an Weihnachten länger als andere Baumarten. Sie erreichen Wuchshöhen von 80 Metern und werden bis 800 Jahr alt. Nobilistannen bilden säulenartige Stämme aus.

Die Gemeine Fichte: Picea abies

Die Fichte gilt als preiswerte Alternative. Kaufen sie Fichten erst kurz vor Weihnachten. Sie verlieren schnell ihre Nadeln. Der stechende Baum hat einen schönen Wuchs, seine Äste können jedoch kein großes Gewicht tragen. Achtung: Wie Rotfichte und Serbische Fichte wird diese Art schnell trocken. Dies führt zu erhöhter Brandgefahr. Verwenden Sie deshalb nur elektrische Kerzen auf Fichtenarten und achten Sie auf regelmäßige Wasser-Gaben.

Vorteile

  • Leichter Tannenduft
  • Schnelles Wachstum
  • Presiwerter Weihnachtsbaum

Nachteile

  • Ungleichmäßiger Wuchs
  • Stechende Nadeln
  • Nadelt schnell

Wissenswertes

Die Fichte ist auf der europäischen Nordhalbkugel heimisch. Höhere Lagen sind ihre Heimat, doch auch im Flachland wird sie als „Brotbaum der Forstwirtschaft“ hoch geschätzt. Durch ihre hohe Bekanntheit hat sie es zum Baum des Jahres 2017 geschafft.

Die Kiefer: Pinus sylvestris

Die Kiefer ist in Deutschland als Weihnachtsbaum nicht so beliebt wie in den Nachbarländern. Dies verwundert ein wenig, denn die Kiefer hat duftende Nadeln und ist länger haltbar als die Nordmanntanne. Ihr Wuchs unterscheidet sich leicht von der Idealvorstellung eines Weihnachtsbaumes, überzeugt aber mit schönen, sattgrünen Nadeln.

Vorteile

  • Sehr lange Haltbarkeit, nadelt nicht
  • Sattgrüne, schöne Nadeln
  • Duftet stark

Nachteile

  • Schwieriges Schmücken durch lange Nadeln
  • Ungewöhnlicher Wuchs

Wissenswertes

Die Waldkiefer ist eine heimische Baumart, die bis auf 1600 Metern Höhe wächst. Sie wird bis zu 40 Meter groß und besitzt eine schirmförmige Krone mit lockeren Aststockwerken. Die langen, weichen Nadeln sind oft in sich gedreht.

Der nachhaltige Weihnachtsbaum im Garten

Wer nicht jedes Jahr einen neuen Weihnachtsbaum kaufen möchte, der kann sich auch einen in den Garten pflanzen. Vor allem im Vorgarten erfreuen beleuchtete Bäume die Menschen in der Vorweihnachtszeit. Vor allem Zwergformen von Fichte und Tanne eignen sich für den Garten. Sie haben ein schöne Weihnachtsbaum-Form und werden nicht so groß wie ihre Verwandten. Schmücken Sie Ihrem Baum mit einer wetterfesten Lichterkette. So leisten Sie Ihren Beitrag zu einer hellen und besinnlichen Adventszeit.

Die Autorin: Marina Winkler

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