Baumwissen

Tag des Baumes – 10 Gründe warum wir Bäume brauchen

Baumstamm mit aufgemaltem Herz
pixabay

Bäume zählen zu den beeindruckendsten Lebewesen auf unseren Planeten. Wo das Klima nicht zu trocken oder zu kalt ist, dominieren sie die Landschaft. Wo sie wachsen, sind sie der zentrale Baustein des Ökosystems. Unser globales Ökosystem wäre ohne die Leistungen der Bäume kaum vorstellbar. Doch warum sind die mehr als 3 Billionen geschätzten Bäume aus über 60.000 Arten so wichtig für uns? 10 Gründe, warum wir Menschen Bäume benötigen!

Der sauerstoffproduzierende Kohlenstoffspeicher

Grund 1: Sauerstoffproduzent Baum

Bäume produzieren wie alle Pflanzen auf der Erde Sauerstoff. Schon ein kleiner Baum von nur rund 20 Metern Höhe produziert circa 10.000 Liter Sauerstoff am Tag. Das reicht für 5 bis 10 Menschen, die am Tag je 500 bis 2.000 Liter Sauerstoff benötigen.

Grund 2: Kohlenstoffspeicher Baum

Bäumen binden Kohlenstoffe und bremsen den Klimawandel. Grund ist die Photosynthese, die die Bäume betreiben, um überhaupt zu wachsen. Bei diesem Prozess nehmen Bäume das mit für den Klimawandel verantwortliche Kohlendioxid aus der Luft auf. Unter Lichteinfluss zerlegen sie das Gas in seine Bestandteile und verwandeln es in organische Materialen wie zum Beispiel Holz. Für einen Kubikmeter Holz verbraucht ein Baum dabei durchschnittlich eine Tonne CO². Nebenprodukt der Photosynthese ist übrigens der Sauerstoff aus Grund 1.

Grund 3: Staubfilter Baum

Bäume gelten als die „Grüne Lunge“ der Städte. Das kommt davon, dass sie Stäube und Partikel aus der Luft filtern. Ein Baum filtert über seine Blätter oder Nadeln bis zu 100 Kilogramm Staub pro Jahr aus der Luft. Bei Regen fließt der gesammelte Staub am Stamm entlang in den Boden ab und ist dauerhaft aus der Luft entnommen.

Die schattenspendende Futterquelle

Grund 4: Lebensraum Baum

Auf unsere Erde leben ungefähr 30 bis 60 Millionen Arten. Davon sind in Deutschland schätzungsweise 6.700 Tierarten auf Bäume und Wälder angewiesen. Bäume bieten Nistplätze, Nahrung, Lebensraum und Schutz für die unterschiedlichsten Tiere. Von kleinsten Insekten bis zu großen Raubtieren ist alles vertreten.

Grund 5: Nahrungsquelle Baum

Bäume bieten eine reichhaltige Nahrungsquelle für Mensch und Tier. Blätter, Nadeln und Knospen bieten gerade im Frühling eine lebenswichtige Grundlage für Wildtiere. Die Blütenpracht bietet Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Doch auch später im Jahr sind Bäume attraktiv. Sie bieten eine Fülle an Früchten, Nüssen, Beeren und Samen, dank derer die Tiere wohlbehalten über den Winter kommen.

Grund 6: Schattenspender Baum

Bäume sind hervorragende Schattenspender. Im Sommer nutzen wir sie als natürlichen Sonnenschutz. Doch auch innerhalb des Hauses kann der Baum Vorteile bieten. Ein gut positionierter Baum kann bis zu 25 Prozent der Energie zum Heizen und Kühlen reduzieren. Ein einziger Baum verdunstet bis zu 500 Liter Wasser am Tag und leistet die Kühlleistung von 10 bis 15 Klimaanlagen. Das bedeutet, dass an heißen Sommertagen im Schatten der grünen Riesen die gefühlte Temperaur circa 10 bis 15 Grad niedriger liegt. Auch senkt er die Windgeschwindigkeit um 85 Prozent.

Der holzliefernde Waldbauer

In einer Gemeinschaft bilden mehrere Bäume zusammen den Wald. Ab einem halben Hektar voller Bäume spricht die Wissenschaft von Wald. Es reicht dabei, wenn die Kronen circa ein Zehntel de Fläche bedecken.

Grund 7: Erholungsort Wald

Ein Spaziergang im Wald sehr erholsam. Doch nicht nur die körperliche Aktivität und die schöne Umgebung tragen dazu bei, dass es uns nach einem Waldspaziergang besser geht. Forscher haben herausgefunden, dass Stoffe namens Phytozyden daran beteiligt sind. Sie werden von den Pflanzen ausgeschüttet, um sich gegen Erreger zu wehren. Unser Immunsystem profitiert davon bei dem Besuch im Wald!

Grund 8: Unerschöpfliche Quelle Wald

Seit dem 1713 erschienenen Buch „Sylvicultura oeconomica“, gilt Hans Carl von Carlowitz als der Erfinder der nachhaltigen Forstwirtschaft. Bei seinem Modell geht es darum, nur so viel Holz aus dem Wald zu entnehmen, wie in derselben Zeitperiode nachgewachsen ist. Somit ist der Wald eine nie endende Quelle an Brenn- und Baumaterial, Nahrung, Lebensraum, Klimaregulator und Erholungsort.

Grund 9: Holzlieferant Wald

Der Wald produziert am laufenden Band Holz. Je nach Baumart ist das Holz unterschiedlich viel wert und wächst unterschiedlich schnell. Buche braucht länger zum Wachsen, hat aber wertvolleres Holz, da es durch das langsame Wachstum dichter und fester ist als beispielsweise Fichtenholz. So Kostet ein Festmeter Fichtenholz ungefähr 80 bis 90 Euro, während Buchenholz bei 100 bis 130 Euro liegt.

Grund 10: Baustoff Holz

Mit Holz zu bauen spart Kosten und auch Energie. Im Vergleich zu Stahl, Beton oder Ziegel ist Holz tragfähiger und das bei geringerem Gewicht. Durch die schöne Optik kann sogar auf eine Verkleidung verzichtet werden. Passivhäuser aus Holz sparen bis zu 80 Prozent an Heizkosten ein im Vergleich zu herkömmlichen Ziegelbauten. Gleichzeitig bleibt bei Möbeln und Häusern das im Holz gespeicherte CO² gebunden. Durch eine langlebige Nutzung des Holzes können wir der Atmosphäre nach und nach CO² entziehen.

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8 Kommentare
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  6. Gerd Pflug

    In allen Quellen im Internet, die ich gelesen habe, wird einvernehmlich von einem 10 kg CO2 jährlichen Speichern pro Baum gesprochen. Ein Kilogramm CO2 hat ein Volumen von ca 500 Liter. Da ich davon ausgehe, dass die Sauerstoffproduktion eines Baumes ausschliesslich von der CO₂-Aufnahme bestimmt wird, würde nach meiner Überlegung ein Baum im Jahr max. 5000 Liter Sauerstoff produzieren. Wie kommt es also zu einer täglichen Sauerstoffproduktion von 10 000 Liter?

    1. Hallo Herr Pflug,

      die tägliche Sauerstoffproduktion eines Baumes hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von seinem Alter, dem Kronendurchmesser und der Anzahl der Blätter. Auch sein Gesundheitszustand und die Baumart spielen eine Rolle. Anhand mathematischer und biochemischer Formeln lässt sich die jeweilige Menge für jeden Baum individuell berechnen. Daraus abgeleitet ergeben sich zur besseren Anschaulichkeit und Vergleichbarkeit die besagten Durchschnittswerte. Beispielsweise haben u.a. Wissenschaftler der Universität Münster ermittelt, dass eine 150-jährige Buche täglich rund 11.000 Liter Sauerstoff produziert.

      Herzliche Grüße
      Ihr Team vom Baumpflegeportal

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