Freizeit

Wie bleibt der Weihnachtsbaum länger frisch?

Ein geschmückter Weihnachtsbaum mit brennenden Kerzen. Er soll lange frisch bleiben.

Alle Jahre wieder… geht es auf die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Doch ist der erst einmal gefunden und gekauft, dann steht man vor dem weitaus wichtigeren Problem: Wie schaffe ich es, dass der Baum nicht allzu viele Nadeln verliert und auch möglichst bis zu Dreikönig frisch und gesund aussieht? Das ist eigentlich gar nicht so schwer. Sie müssen nur ein paar einfache Tipps beachten. Unsere zehn Tipps, wie Ihr Weihnachtsbaum länger frisch bleibt, starten schon beim Kauf des Baumes.

Unsere Tipps im Überblick

  1. Achten Sie beim Kauf auf frische, helle Schnittkanten.
  2. Akklimatisieren Sie den Baum außerhalb der Wohnung.
  3. Lagern Sie den Baum in einem Eimer Wasser.
  4. Belassen Sie das Netz bis kurz vor dem Aufstellen.
  5. Sägen Sie vor dem Aufstellen eine schmale Scheibe am Stammende ab.
  6. Stellen Sie den Baum nicht neben die Heizung.
  7. Versorgen Sie den Baum mit Wasser.
  8. Lüften Sie den Raum mit dem Baum regelmäßig.
  9. Besprühen Sie den Baum mit ein wenig Wasser.
  10. Besondere Vorsicht mit Bäumen mit Wurzelballen.

Frische beginnt beim Kauf

Wer wirklich sicher sein will, einen möglichst frischen Weihnachtsbaum, der sich bis ins neue Jahr hinein hält, zu bekommen, der sollte selbst tätig werden. Vielerorts gibt es die Möglichkeit, sich einen Baum im Wald selbst zu schlagen. Das garantiert nicht nur Frische, sondern kann auch gleich als Anlass für einen Familienausflug genommen werden. Die Kinder suchen in aller Ruhe den schönsten Baum aus und Mama und Papa schlagen ihn dann mit ein bisschen Schmalz in den Muskeln. So wird der Weihnachtsbaum zu einem ganz besonderen, gemeinsamen Erlebnis.

Schnittkante überprüfen

Wer aber doch einen bereits geschlagenen Baum kaufen möchte, der sollte auf die Schnittstelle achten. Hat der Baum eine helle Schnittkante (Tipp 1), so ist es noch nicht lange her, dass der Baum gefällt worden ist. Eine dunkle Schnittkante spricht eher dafür, dass der Baum schon ein wenig länger im Verkaufsstand auf einen Käufer wartet. Auf Nummer sicher in Sachen Frischegrad gehen Sie, wenn Sie eine schmale Scheibe unten am Stamm absägen, ehe Sie den Baum einlagern. So kann er sich noch einmal richtig mit Wasser vollsaugen.

Baum akklimatisieren

Wenn Sie Ihren Baum schon einige Tage vor den Weihnachtsfeiertagen kaufen oder gekauft haben, dann stellen Sie ihn am Besten nicht sofort ins Wohnzimmer oder ins Haus. Lagern (Tipp 2) Sie ihn bis zu seinem „Einsatz“ am Heiligen Abend draußen, in der Garage oder im Keller an einem kühlen, schattigen, frostfreien Platz. Den Stamm sollten Sie unbedingt in einen gut mit Wasser gefüllten Eimer (Tipp 3) oder einen Topf mit frischer feuchter Erde stellen. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, den Baum draußen oder im Keller zu lagern, dann sollten Sie die Nadeln immer wieder mit Wasser bestäuben. Auch das hält den Baum frisch.

Der Baum in der Wohnung

Bevor Sie den Baum dann schließlich kurz vor Weihnachten an seinen Bestimmungsort bringen, sägen Sie noch einmal unten eine schmale Scheibe ab (Tipp 4). Das Netz belassen sie am Baum, bis er an seinem finalen Standort ist (Tipp 5). Schneiden Sie dieses am Besten von unten nach oben auf, dass sich Nadeln und Zweige sich ungehindert ausbreiten. Achten Sie außerdem darauf, dass der Baum nicht direkt neben der Heizung oder dem Kamin (Tipp 6) steht und der Temperaturschock nicht zu groß ist.

Sie sollten auch sicherstellen, dass der Baum stets mit genügend Wasser (Tipp 7) versorgt ist. Sonst besteht Austrocknungsgefahr. Lüften (Tipp 8) Sie den Raum mit dem Baum regelmäßig für einen ordentlichen Schub frische Luft kräftig durch. Auch das regelmäßige Bestäuben der Nadeln (Tipp 9) und ein nicht allzu aufgeheizter Raum erhöhen die Haltbarkeit. Verzichten Sie auf Zusätze im Wasser und besprühen Sie den Baum nicht mit anderen Stoffen, wie beispielsweise Haarspray oder Kunstschnee.

Besonderheit: Baum mit Wurzelballen

Haben Sie einen Baum mit Wurzelballen gekauft, so müssen Sie vorsichtig vorgehen (Tipp 10). Stellen Sie auch diesen Baum erst nach draußen und achten Sie darauf, dass die Erde feucht bleibt. Stellen Sie den Baum erst kurz vor Weihnachten in die Wohnung. Soll der Baum im nächsten Jahr in den Garten gepflanzt werden, hält es der Baum ungefähr drei bis vier Tage in einem beheizten Raum

Längere Zeiten führen zu verfärbten Nadeln und Nadelverlust. Das ist für den Baum später problematisch, wenn er wieder auf Photosynthese angewiesen ist. Stellen Sie deshalb Ihren Baum bald nach Weihnachten wieder nach draußen in einen Topf und gießen Sie ihn an frostfreien Tagen um Frosttrocknis vorzubeugen. Erst wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, pflanzen Sie ihn an einen sonnigen Platz in ihren Garten. Achten Sie auf viel Freiraum, der Baum – egal ob Fichte oder Tanne – erreicht mit den Jahren eine stattliche Größe!

Wenn Sie diese Tipps beachten, dann erhalten Sie die Frische Ihres Weihnachtsbaumes noch weit über die besinnlichen Feiertage hinaus und haben auch noch im neuen Jahr Freude daran. Viel Spaß mit Ihrem Baum und ein frohes Fest!

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2 Kommentare
  1. Dr. Benedikt Rothöhler

    Hallo – eine Frage für die Experten:
    Ich schneide normalerweise immer eine Scheibe ab, bevor ich den Baum in den (wassergefüllten) Ständer stelle. Dieses Jahr war alles ziemlich knapp, und ich habe das nicht mehr geschafft. Der Baum soll möglichst den Januar über halten. Kann ich jetzt noch „nachträglich“ eine Scheibe abschneiden. Meine Frau meint, daß das bei Blumen (die man ja auch für die Vase noch mal schräg abschneidet) nicht nachträgllich funktioniert.
    Danke und frohe Weihnachten nachträglich“

    1. Baumpflegeportal

      Guten Tag Herr Rothöhler,
      ob das Anschneiden noch Erfolg hat, hängt davon ab, wie sehr der Baum bereits ausgetrocknet ist. War der Baum bisher immer mit Wasser versorgt und konnte trotz der nicht angeschnittenen Schnittfläche genug Wasser aufnehmen stehen die Chancen hoch, dass ein erneutes Anschneiden die Wasseraufnahme weiterhin erleichtert und verlängert. Ist die Schnittfläche jedoch bereits ausgetrocknet, oder der Wasserfaden in den Kapillaren des Baumes bereits abgebrochen, bringt auch das erneute Anschneiden nichts mehr. Denn fehlt der Sog aus der Verdunstung, nimmt der Baum kein Wasser mehr von unten auf.

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