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Walnussfruchtfliege: schwarzes, matschiges Fruchtfleisch

: Die Walnussfruchtfliege ernährt sich vom Fruchtfleisch der Nüsse.
Unappetitlich: Die Walnussfruchtfliege ernährt sich vom Fruchtfleisch der Nüsse. Diese werden schwarz und matschig. Foto: E. Satzl © LfL

Die Walnussfruchtfliege befällt die grünen Schalen der Walnüsse. Diese verfärben sich schwarz und werden matschig. Die Walnussfruchtfliege Rhagoletis completa zählt zu den wichtigsten tierischen Schaderregern. Sie verursacht große wirtschaftliche Schäden an Walnüssen.

Auf einen Blick:

  • Die Walnussfruchtfliege ist aus Nordamerika eingewandert.
  • Der Befall der Früchte kann nicht nur die Nussschale schwarz und unansehnlich machen, sondern auch den Nusskern selbst beeinträchtigen.
  • Eine Bekämpfungsmethode ist die Bodenabdeckung unter den Walnussbäumen. Strittig ist, ob sich die Walnussfruchtfliege durch Hühner wirksam bekämpfen lässt.

Das Weibchen legt bis zu 15 Eier in die äußere grüne Schale der Früchte ab. Befallene Nüsse lassen sich durch die Schwarzfärbung der Schalen erkennen. Ähnliche Schadbilder verursachen die Marssonina-Krankheit oder der Walnussbrand.

Auftreten

Der Schaderreger hat seine Heimat in Nordamerika, in Europa wurde der erste Befall in der Schweiz Ende der 1980er Jahre dokumentiert. Der erste Nachweis in Bayern wurde Anfang der 2010er Jahre festgestellt. Vermutlich war die Walnussfruchtfliege aber schon einige Jahre länger in Bayern, ohne größere Schäden zu verursachen. Es gibt mittlerweile Nachweise aus allen bayerischen Regierungsbezirken.

Auswirkungen

Das Weibchen legt bis zu 15 Eier in die äußere grüne Schale der Früchte ab. Nach dem Schlupf der Larven fressen diese ebenfalls in der grünen Schale. Die Schale verfärbt sich erst vereinzelt, wird später vollständig schwarz und weich.

Der Befall der Früchte kann nicht nur die Nussschale schwarz und unansehnlich machen, sondern auch den Nusskern selbst beeinträchtigen. Starker Befall kann die Nussqualität erheblich vermindern und zu Ernteausfällen führen.

Erkennung

Die Flugbeobachtung erfolgt über Gelbtafeln, durch diese werden die erwachsenen Walnussfruchtfliegen angelockt und bleiben dann auf den Leimtafeln kleben.

Die Walnussfruchtfliege hat eine schwarze Querbänderung auf den Flügeln und ist im Gegensatz zur Kirschfruchtfliege mit 6 bis 8 mm etwas größer.

Befallene Nüsse lassen sich durch die Schwarzfärbung der Schalen erkennen. Die Schwarzfärbung kann aber auch durch Bakterien und durch Pilze erfolgen.

Bekämpfung

Gegen die Verbreitung der Wahlnussfruchtfliege bieten sich folgende Methoden an:

  • Befallsreduktion durch Klebefallen
  • Frühzeitig befallene Früchte tiefkühlen oder Verbrennen
  • Boden unter alleinstehenden Bäumen abdecken ab Ende Juni (Unterbrechung der Fortpflanzung)
  • Hühnerhaltung unter den betroffenen Bäumen kann bei optimalen Bedingungen helfen. (Larven sind für Hühner eine Delikatesse! Strittig: Einige Untersuchungen haben ergeben, dass die Larven für die Hühner zu tief im Boden stecken können.)

 Gastbeitrag von: Eva Satzl, LfL

Quellen:

LfL-Merkblatt „Walnuss und Haselnuss – Krankheiten und Schädlinge“, www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/integrierter-pflanzenschutz_walnuss-und-haselnuss_lfl-merkblatt.pdf, abgerufen am 2.3.2026

AGES: Walnussfruchtfliege, www.ages.at/pflanze/pflanzengesundheit/schaderreger-von-a-bis-z/walnussfruchtfliege, abgerufen am 2.3.2026

Stephanie Drewing in Land & Forst: Walnussfruchtfliege bekämpfen: Das hilft gegen schwarze Walnüsse, www.landundforst.de/pflanze/walnussfruchtfliege-bekaempfen-hilft-gegen-schwarze-walnuesse-570120, abgerufen am 2.3.2026

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