Magnolienblüten: Braune Knospen und Blüten an der Magnolie?

Braune Blüten an rosa Tulpenmagnolie
Nach Spätfrost sind die rosa Blüten der Tulpenmagnolie braun und schlaff.

Magnolien zählen zu den beliebtesten Blühpflanzen im Garten. Doch nicht jedem gelingt es, die Bäume jährlich zu schöner Blüte zu bewegen. Der Standort und die Temperatur im Frühjahr sind die Hauptgründe für oder gegen eine reiche Blüte.

Leserfrage: Warum hat meine Magnolie braune Flecken?

Im Garten unserer neuen Wohnung wächst eine Tulpenmagnolie. In diesem Frühjahr haben wir das erste Mal die herrlichen weiß-rosa Magnolienblüten erlebt und waren begeistert von der Blütenpracht. Doch nach ein paar Tagen wurden plötzlich die Blüten schlaff und braun und auch die noch nicht aufgeblühten Knospen bekamen braune Spitzen. Dann sind ganz schnell fast alle Blüten abgefallen. Wir sind unsicher, ob der Magnolienbaum vielleicht eine Krankheit hat. Oder könnte es daran liegen, dass es nachts noch etwas Frost gegeben hat?

Wir fragen uns: Warum werden die Knospen und Blüten an der Magnolie braun? Können und müssen wir etwas dagegen tun?

Antwort: Spätfrost oft Ursache für braune Magnolienblüten

Magnolienblüten in den verschiedensten Formen und Farben ziehen im Frühjahr alle Blicke auf sich. Doch die schönen Magnolienblüten sind sehr empfindlich. Da die Blütezeit vieler beliebter Sorten bereits im März und April liegt, sind sie einer großen Gefahr ausgesetzt: Spätfrost.

Braune Spitzen an Knospen und Blüten

Im März und April herrschen nachts häufig noch Minusgrade. Befindet sich die Magnolie dann noch in der Blütenentwicklung, erleidet sie schnell Frostschäden. Dies äußert sich in braunen oder sogar schwarzen Spitzen an den Knospen. Auch die bereits aufgegangenen Blütenblätter werden braun und hängen schlaff herunter. Kurz danach fallen sie ganz ab. Die Blattknospen oder bereits aufgegangene Blätter werden ebenfalls durch die Kälte geschädigt.

Ist man sich über den entstandenen Schaden an der Pflanze unsicher, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Baumpfleger zur Begutachtung zu holen. Der kann die Situation einschätzen und gegebenenfalls die Pflanze geringfügig zurückschneiden und so stärker geschädigte Pflanzenteile entfernen.

Junge Bäume anfälliger für Frostschäden

Die beliebte Tulpen-Magnolie ist besonders anfällig für Frostschäden. Dabei verkraften alte Bäume Minusgrade in der Regel etwas besser als junge Pflanzen. Doch bei starkem Frost wird aus dem leuchtenden Rosa der Magnolienblüten oftmals über Nacht ein trostloses Braun und die gesamte Blütenpracht ist auf einen Schlag hinüber.

Wie Frostschäden an Magnolienblüten vorbeugen?

Da die Blütezeit vieler Magnoliensorten bereits zum Frühlingsbeginn liegt, treten Frostschäden immer mal wieder auf. In manchen Jahren hat man Glück und es bleibt mild. In anderen Jahren schädigt Spätfrost die Blüte massiv. Mit kleinen Tricks kann man die Magnolienblüten dennoch ein wenig schützen.

Wurzelbereich der Magnolie vor Kälte schützen

Hat der Frost zugeschlagen, ist die aktuelle Blüte leider verloren. Damit die Magnolie im nächsten Jahr hoffentlich etwas widerstandsfähiger ist, sind einige Winterschutzmaßnahmen empfehlenswert. Eine dicke Mulchschicht beispielsweise schützt das empfindliche flache Wurzelwerk gut vor Kälte. Sie muss allerdings regelmäßig erneuert werden.

Um im kommenden Jahr für Spätfrost gewappnet zu sein, empfiehlt sich zudem die Anschaffung eines geeigneten Pflanzenvlieses. Sind Fröste angekündigt, kann dies kurzfristig über Sträuchern und kleinkronigen Magnolien ausgebreitet werden und die Blüten vor schlimmeren Schäden bewahren. Als spontane Notlösung tun es übrigens auch einfache Decken. Wichtig ist es, zur Blütezeit die Wettervorhersage im Auge zu behalten, damit man am Tag vor angesagten Minustemperaturen spontan reagieren kann. Junge Pflanzen können in den ersten Jahren zum Schutz auch generell mit einem Wärmevlies umwickelt werden.

Fotos: Claudia Dreckmann

Baumpfleger berät bei Standort und Sorte

Der Schutz vor der Kälte fängt übrigens schon beim Einpflanzen an: Wird die Magnolie neu gepflanzt, sollte dies unbedingt im Frühjahr geschehen. Dann hat die Pflanze bis zum ersten Frost mehr Zeit, sich zu etablieren. Es empfiehlt sich, vor dem Pflanzen einen Baumpfleger zu Rate zu ziehen. Er kann Tipps zur geeigneten Standortwahl und richtigen Pflege geben und bei der Sorte beraten. Als besonders frosthart hat sich beispielsweise die Stern-Magnolie erwiesen. Obwohl sich hier bei einigen Sorten die Blüten schon Anfang März öffnen, zeigen diese eine hohe Frosttoleranz.

Grundsätzlich bevorzugen alle Magnolien einen warmen und windgeschützten Standort. Besonders Ostwinde mögen sie gar nicht. Achtung: Je sonniger der Standort, desto früher blüht der Baum. Also bei der Standortwahl auch darauf achten. Vier Stunden Sonne täglich benötigen Magnolien allerdings schon. Ein nährstoff- und humusreicher, leicht saurer Boden stärkt die Pflanze zusätzlich.

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Ausweichen auf spät blühende Sorten

Bei der Vielzahl an Magnoliensorten gibt es zudem die einfache Möglichkeit, auf später blühende Sorten auszuweichen. Während Tulpen-Magnolie (Magnolia soulangiana) und Stern-Magnolie (Magnolia stellata) mit ihrer Blütezeit Ende März, Anfang April oft den ein oder anderen Frost durchmachen müssen, ist die Blüte der Purpur-Magnolie (Magnolia liliiflora) mit Ende April bis Juni etwas später dran. Sind die Knospen bei auftretendem Frost dann noch nicht vollständig geöffnet, bewahrt die samtig behaarte Knospenhülle die purpurnen Blütenblätter vor Schlimmerem.

Vor Frösten so gut wie sicher sind die weißen Blüten der Immergrünen Magnolie (Magnolia grandiflora) von Mai bis August. Die weniger winterharte Pflanze gedeiht allerdings nur in geschützten und warmen Spätsommerlagen Deutschlands. Eine gute Wahl ist ebenfalls die Sommer-Magnolie (Magnolia sieboldii). Sie entfaltet von Juni bis Juli ihre herrlich weißen Schalenblüten und gilt in Deutschland noch ein bisschen als Geheimtipp.

Magnolienblüten: weiße Blüte der Immergrünen Magnolie
Weiße Blüte der Immergrünen Magnolie – pixabay

Braune Magnolienblüten: Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Falls Knospen und Blüten der Magnolie mal in einem Jahr braune Spitzen entwickeln, ist das zwar nicht schön anzusehen aber in der Regel einem einmaligen Frostschaden zuzuschreiben. Davor ist die Magnolie als Frühblüher unter den Bäumen und Sträuchern leider nicht gefeit. Auf die Blüte des Folgejahres hat das jedoch keinerlei Einfluss. Auch geschädigte Blattknospen gefährden nicht die Pflanze an sich.

Werden die Magnolienblüten jedoch jedes Jahr braun, ist ein Wechsel an einen geschützteren Standort zu überlegen. Ist in dieser Hinsicht keine Veränderung möglich, sollte man den Wurzelbereich mit einer Mulchschicht vor der Kälte schützen. Außerdem empfiehlt es sich, für spontan auftretende Spätfröste ein Vlies zum Abdecken bereitzuhalten. Im Zweifel den Baum von einem Profi anschauen lassen, um der Ursache auf den Grund zu gehen!

Die Autorin: Claudia Dreckmann

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