Forsythie

Richtiger Gehölzschnitt

Die richtige Zeit, um Ziersträucher zu schneiden

Jetzt vom Jahresanfang bis zum Ende des Frühjahrs ist für alle Sträucher die beste Schnittzeit – wenn sie schön und üppig blühen sollen. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch von der jeweiligen Sorte abhängig. Blüten sitzen immer am einjährigen Holz, zum Teil auf letztjährig gewachsenen Trieben, zum Teil auf denen, die in diesem Jahr neu nachwachsen. Ein früher Schnitt fördert das Triebwachstum, denn die Reservestoffe sitzen im Winter tief in den Wurzeln und in Bodennähe (bei Bäumen im Stamm). Wenn dann Äste weggeschnitten werden, verteilen sich beim Austrieb die Reservestoffe auf die verbliebenen Knospen, die dadurch stärker austreiben

Schnitt zur Förderung der Blüte: Frühlingssträucher

Wer möglichst viele Blüten haben möchte – was bei Ziersträuchern* sicherlich meistens das Ziel ist – der kommt nicht umhin, sich über die Unterschiede der einzelnen Straucharten Gedanken zu machen. Sträucher wie die Forsythie blühen an letztjährig gewachsenen Trieben. Am besten schneiden Sie bei diesen Sträuchern direkt nach der Blüte. So erzielen Sie das Maximum an Blüten. Alle danach gebildeten Neutriebe sorgen außerdem dafür, dass im nächsten Jahr wieder genug junges Blütenholz vorhanden ist.

Zu den sogenannten Frühlingsblühern gehören neben der Forsythie (Forsythia) zum Beispiel auch die Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum), Duftjasmin (Philadelphus) und Ranunkelstrauch (Kerria). Diese Sorte Sträucher entwickelt, wie oben schon erwähnt, hauptsächlich am jungen Holz ihre Blüten. Schneidet man sie nicht, beginnen sie, zu vergreisen. Das sorgt für weniger Blüten. Deshalb sollten Sie Forsythie und Co. immer nach der Blüte im Frühling auslichten. Dazu entfernen Sie einzelne, ältere Zweige in Bodennähe und einzelne Seitenzweige aus dem Inneren. Sogenannte Besen, also Seitentriebe, die sich an den Enden stark verzweigen, schneiden Sie ebenfalls heraus.

Sommerblühende Sträucher im Februar schneiden

Zu diesen Sträuchern zählen zum Beispiel Blauraute (Perovskia), Garteneibisch (Hibiscus), Sommerflieder (Buddleja) und Sommerjasmin (Philadelphus coronarius). Der beste Zeitpunkt, um den Schnitt bei Sommerblühern anzusetzen, ist bald gekommen: im Februar. Hierbei schneiden Sie die vorjährigen Zweige bis auf zwei Knospen zurück. Das führt dazu, dass Ihre Sträucher viele neue Triebe mit Blütenknospen ausbilden. Wer seine Sträucher nicht zu stark kürzen möchte, muss sich damit abfinden, dass sie im Sommer weniger stark blühen werden.

Unser Tipp

Der Bericht von Kirsten Zesewitz beim Bayerischen Rundfunk erklärt sehr schön, worauf es beim richtigen Schnitt von Ziersträuchern ankommt.

Gefahren des frühen Winterschnitts

Früher Winterschnitt birgt die Gefahr, dass die verbliebenen Triebe dem Winter zum Opfer fallen. Deshalb werden frostempfindliche Sträucher besser erst kurz vor oder nach dem Austrieb geschnitten. Später Winterschnitt hat allerdings auch einen kleinen Nachteil: Die große Menge der Reservestoffe ist bereits in Knospennähe und wird mit dem Schnitt entfernt. Das hemmt die Bildung neuer Triebe.

Die Autorin: Elisabeth Morgenstern

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Blätter eines Ginkgo-Baumes
Lavendelblüten
Buchsbaum Triebspitzen frisch geschnitten
Dutzende dunkelrode Blütendolden eines Flieder
Grüne, sauber geschnittene Lebensbaumhecke
Forsythie
Zweig einer Kugelrobinie mit vielen kleinen Blättern

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