Profis im Baum

Sichere Baumverankerung: Wurzelwachstum mit System

Maßstab im Wurzelballen
Wurzelballen: Etwa 30 cm lange Feinwurzeln durchziehen das Substrat. © Arboa / L. W. Klaiss

— Werbung —Moderne Pflanzsysteme wie arbofix können zur erfolgreichen Etablierung von Jungbäumen beitragen. Dabei sorgt ein unterirdisches Verankerungssystem, welche eine Pfahlwurzel nachahmt, für Stabilität, solange der Baum sich noch nicht selbst durch ein Wurzelgerüst stabilisieren kann. Vier Monate nach der Pflanzung eines Baumes mit einem solchen System wurden Faktoren untersucht wie Entwicklung des Wurzelvolumen, Durchwurzelung des Substrats, Wurzelgewicht und Feinwurzelwachstum.

Unterirdisches Verankerungssystem

Im Mai 2012 wurde auf dem Gelände eines Kindergartens in Leonberg ein Feldahorn gepflanzt. Die Pflanzung erfolgte mit einem geschlossenen Wurzelballen, gesichert durch das unterirdische Verankerungssystem arbofix af 50. Zusätzlich kam ein Substrat nach FLL-Richtlinien zum Einsatz, angereichert mit Mykorrhiza zur Förderung des Wurzelwachstums.

Nur vier Monate später wurde der junge Baum bei einem Unfall mit einem Radlader schwer beschädigt – der Stamm brach. Doch der Wurzelballen blieb fest im Boden. Kein Riss, keine Bewegung. Ein deutliches Zeichen für eine stabile Verankerung.

Wurzelentwicklung nach vier Monaten

Nach dem Unfall wurde mithilfe eines Radladers der Baum nach oben ausgehoben und die Wurzel genauer untersucht. Die Ergebnisse der Leonberger Untersuchung, durchgeführt von Ingenieur und Sachverständigenbüro Dr. Ing. Lothar Wessolly, überraschte die Fachleute vor Ort:

  • Das Wurzelvolumen hatte sich in nur vier Monaten verdoppelt.
  • Das Substrat war intensiv durchwurzelt – mit Feinwurzeln von mehr als 30 cm Länge.
  • Das Ballentuch hatte sich vollständig zersetzt.
  • Die Wurzeln bildeten sich radial und flächig aus, besonders unterhalb der Stammverlängerung.

Die Form des Wurzelballens hatte sich von rund zu flächig verändert. Das Wurzelgewicht vervierfachte sich, was die Standfestigkeit des Baumes deutlich erhöhte. Das Gegenmoment gegen Windlasten stieg um das Sechsfache.

Schlussfolgerungen für die Praxis

Die Leonberger Untersuchung zeigt: Moderne Pflanzsysteme wie arbofix können entscheidend zur erfolgreichen Etablierung von Jungbäumen beitragen. Die unterirdische Verankerung, welche eine Pfahlwurzel nachahmt, sorgt für Stabilität, solange der Baum sich noch nicht selbst durch ein Wurzelgerüst stabilisieren kann. Die Auswahl eines optimalen Substrats und guter Pflanzware fördert auch ein zügiges Wurzelwachstum. Würde das Stadtbild durch oberirdische Stützmaßnahmen gestört, sind unterirdische Systemlösungen eine sinnvolle Alternative.

Im untersuchten Fall zeigte sich, dass die Verwendung von Drahtkorb und Ballentuch das Wurzelwachstum offenbar nicht behindert hat – eine Beobachtung, die für vergleichbare Pflanzsituationen von Interesse sein könnte. In diesem Fall führte die Kombination aus geschlossenem Ballen und gezielter Sicherung zu einem gesunden, kräftigen Wurzelbild.

junger Baumstamm mit freigespültem Wurzelfilz auf weißem Tuch
Freigespülter Wurzelfilz: Radikal gewachsene, sich flächig orientierende Wurzelneubildung. Unter der Stammverlängerung, wo der arbofix saß, gibt es keine Wurzel. © GaLaBau Sommer und Eisele, Weil der Stadt

Die Wurzel – Fundament des Baumes

Verankerung & Versorgung: Die Wurzel hält den Baum im Boden und versorgt ihn mit Wasser und Nährstoffen.

  • Wurzeltypen:
  1. Herzwurzler (z. B. Ahorn, Linde): Kombination aus Pfahlwurzel und seitlichen Wurzeln – gute Standfestigkeit
  2. Flachwurzler (z. B. Fichte, Esche): Wurzeln nahe der Oberfläche, oft in staunassen Böden – anfällig bei Sturm
  3. Pfahlwurzler (z. B. Eiche, Kiefer): Tiefe Hauptwurzel – ideal bei trockenem Standort
  • Feinwurzeln & Mykorrhiza: Die Wurzelhaarzone nimmt Wasser auf und geht oft eine Symbiose mit Pilzen ein – für bessere Nährstoffversorgung.
  • Wachstum & Anpassung: Die Wurzel passt sich dem Standort an – bei verdichtetem Boden auch mit oberflächlichem Wachstum.

Fazit

Die Leonberger Untersuchung liefert wertvolle Erkenntnisse für alle, die sich mit Stadtbäumen und deren Pflanzung beschäftigen. Sie zeigt, wie wichtig die ersten Standjahre für das langfristige Gedeihen des Baumes sind. Die Wahl des richtigen Pflanzsystems sorgt nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für die Vitalität des Baumes. Wer auf unterirdische Baumverankerung setzt, schafft die besten Voraussetzungen für langlebige, stabile Bäume im urbanen Raum.

Gesponserter Gastbeitrag von: Arboa e.K. tree safety

Quellen

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