Biene im Anflug auf eine Blüte

Stille auf der Blumenwiese:

Sterben die Bienen aus?

Schon länger gibt es Berichte über ein mysteriöses Bienensterben. Überall ist die Entwicklung deutlich. Unsere fleißigen Bienen verschwinden. Nur, welche Ursachen lassen die Bienen massenhaft sterben? Imker und Wissenschaftler rätseln schon lange, ob Pestizide, Krankheiten oder der Klimawandel das mysteriöse Verhalten der Bienenvölker verursachen.

Das Bienensterben

Zum ersten Mal beobachteten Forscher das Bienensterben 2006 in den USA. Das Phänomen breitete sich danach auf weitere Länder aus. In Deutschland droht die Honigbiene mittlerweile auszusterben. Doch was passiert beim Bienensterben?

Der sogenannte Bienenvolk-Kollaps – Fachbegriff: Colony Collapse Disease (CCD) –  ist die bekannteste Theorie in den USA. Hierbei verlassen alle flugfähigen Bienen ihr Volk und lassen Königin, Brut und Jungbienen zurück. Die Völker dieser Bienenart erholen sich von dem massiven Verlust nur selten. Das Bienensterben infolge des Bienenvolk-Kollapses ist nicht zu verwechseln mit der Situation in Deutschland. Bei diesem Phänomen überlebt ein Großteil des Bienenvolkes den Winter nicht. Die Ursachen sind umstritten.

Ein fleißiger Bestäuber.

Biene sitzt auf einem Blütenzweig

Die Suche nach den Ursachen

Die möglichen Gründe des Bienenvolk-Kollapses reichen von genetisch veränderten Pollen, über Handystrahlen, bis hin zur umstrittenen Massentierhaltung von Bienen auf amerikanischen Plantagen. Für das Wintersterben in Deutschland gibt es verschiedene Theorien: Parasiten, der Klimawandel oder Pestizide in der Landwirtschaft.

Parasiten

Verpassen die Imker den richtigen Zeitpunkt, ihr Bienenvolk auf den Winter vorzubereiten, hat dies Folgen. Vor allem, wenn die Varroamilbe zu spät oder nicht gründlich genug bekämpft wird. Die Milbe ist oft mit Parasiten behaftet und bringt den Tod in den Bienenstock. Die eingeschleppten Viren schädigen die Eiweißproduktion der Biene und sie wird anfällig für weitere Krankheiten.

Der Klimawandel

Der Klimawandel bewirkt sowohl bei den Bienen, als auch bei den Pflanzen eine Verschiebung im Jahresrhythmus. Dadurch kommt der aufeinander abgestimmte Zyklus durcheinander. Eine großflächige Bestäubung der Pflanzen wird unmöglich. Nicht nur die Versorgung der Bienen, sondern auch die Sicherung der pflanzlichen Nahrungsmittel ist weltweit gefährdet.

Pestizide in der Landwirtschaft

Sind wenige Bereiche des Baumes von einer Variegation betroffen, ist dies für den betroffenen Baum nicht schlimm. Zwar produzieren die weißen Flecken des Blattes keine Nährstoffe, aber sie werden automatisch durch andere Blätter mitversorgt. Der Baum wird langsamer wachsen, je mehr Blätter panaschiert sind. Kritisch für ihn wird es, wenn der Anteil an grüner Blattfläche sehr weit absinkt. Dann kann sich der Baum nicht mehr ausreichen ernähren und wird eingehen.

Bekämpfung des Bienensterbens

Um das fehlende Nahrungsangebot für Bienen zu erhöhen, legen Landwirte Blühstreifen an den Feldrändern an. Außerdem tragen ökologisch bewirtschafteter Felder dazu bei, Gifte zu reduzieren und die Habitat Strukturen zu verbessern. Doch auch jeder Kleingärtner, Balkonbegrüner oder Naturfreund kann den Bienen helfen! Im eigenen Garten verbessern Obstbäume und Wildblumenmischungen das Nahrungsangebot von Bienen. Auch Nistmöglichkeiten für Wildbienen sind gern gesehen.

Wer regionalen Honig kauft, stärkt die lokale Imkerei. Motivierte und aktive Imker beugen besser vor und stoppen die Ausbreitung von Krankheiten. Auch saisonale Lebensmittel aus ökologischem Anbau mindern den Pestizideinsatz und verbessern die Bedingungen für unsere heimischen Bienen.

Insektenhotels sind leicht selbst gebaut.

Insektenhotel aus Holz in einem wilden Garten

Fotos: S. Bilharz

Helft den Bienen!

Nur dann erfreut uns in Zukunft das Bienensummen beim Spaziergang durch blühende Wiesen.

Die Autorin: Marina Winkler

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1 Antwort
  1. FranziBee
    FranziBee sagte:

    Ein Bienensterben hat es so nie gegeben – zumindest nicht bei der Honigbiene (Apis mellifera). Die Zahlen der FAO belegen dies ziemlich klar und auch in Deutschland steigt die Anzahl der Bienenvölker seit den letzten fünf Jahren kontinuierlich an (zuletzt von 700.000 auf etwa 900.000 Völker).

    Antworten

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