Rosenstrauch, der frisch geschnitten ist.

Artikelreihe „Richtiger Schnitt“

Wie schneiden Sie Ihre Rosen richtig?

Im zeitigen Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für den Schnitt von Rosen. In dieser Zeit haben sie noch keine Energie für den Austrieb der Blätter oder Blüten verbraucht. Ein Rückschnitt der Triebe schmerzt die Rosen nicht, da die Reservestoffe im älteren Holz gespeichert sind. Orientieren Sie sich einfach an der Blüte der Forsythie. Mit dem ersten Gelb im Garten ist die Zeit für den Rosenschnitt gekommen. Auch die Technik ist kein Hexenwerk. Trauen Sie sich also ruhig, Ihre Rosen selbst in Form zu bringen!

Vorbereitung

Wichtig für den Schnitt ist das passende Werkzeug. Eine Astschere reicht beim Rosenschnitt meist aus. Hier gibt es zwei unterschiedliche Typen, die Bypass– und die Amboss– Schere. Eine Bypass-Schere arbeitet wie eine gewöhnliche Haushaltsschere mit zwei aneinander vorbeigleitenden Schneiden. Sie ist für den Rosenschnitt trotz des höheren Kraftaufwandes gut geeignet, da sie keine Quetschungen verursacht. Die Amboss-Schere drückt das Gewebe zusammen, bis die Schneiden genau aufeinander treffen. Dies ist gut für dicke Äste, aber nicht für den Rosenschnitt. Achten Sie darauf, dass Ihr Werkzeug möglichst scharf ist. Dadurch entstehen glatte Schnitte, die ein Eindringen von Schädlingen erschweren. Ausgefranste Schnitte bieten durch die große Oberfläche hervorragende Bedingungen für Bakterien und Pilze.

Einmalblühende Rosen

Die wichtigste Unterscheidung beim Schnitt ist, wie oft Ihre Rose Blüht. Blüht sie nur einmal im Jahr, ist von einem Frühjahrsschnitt abzuraten. Bei einmalblühenden Rosen werden die Blüten für das nächste Jahr bereits im Vorjahr angelegt. Diese würde Sie bei einem Rückschnitt gänzlich entfernen. Eine Blüte in diesem Jahr fiele aus. Schneiden Sie deshalb einmalblühende Rosen erst nach der Blüte zurück. Im Frühling können Sie Ihre Rose zusätzlich auslichten. Hierbei werden ältere, schwach blühende Triebe entfernt und Haupttriebe auf Seitentriebe verkürzt. Fast alle Kletterrosen, viele alte Rosenarten und ein Großteil der Rambler und Wildrosen gehören zu den einmal blühenden Rosen.

Mehrmals blühende Rosen

Nehmen Sie zuerst kranke und abgestorbene Triebe zurück. Schneiden Sie diese an der Basis oder vor einen anderen, vitalen Ast ab. Auch schwache und dünne Triebe dürfen Sie stark schneiden. Triebe, die sich gegenseitig behindern dünnen Sie aus. Welchen der Beiden Sie entnehmen, bleibt Ihrer Einschätzung überlassen. Direkt nach der Blüte schneiden Sie ungefähr unterhalb des zweiten Blattes von der Triebspitze her ab. Setzten Sie Ihre Schere etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe an und achten Sie auf einen schrägen und glatten Schnitt.

Schnitt der einzelnen Rosenklassen

Jede Rosen-Klasse hat eine eigene Wuchsform. Dementsprechend brauchen sie auch alle unterschiedliche Schnitte. Edelrosen bilden meist einzelne Blüten und werden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Kleine Strauchrosen und Bodendecker vertragen kräftige Rückschnitte um mindestens ein Drittel. Kletterrosen sind im Schnitt anspruchsvoller. Die ersten drei Jahre legen sie Wert auf lange Triebe, die an den Gerüsten hochranken. Erst nach dieser Zeit ergibt ein Blütenschnitt Sinn. Die einfachste und pflegeleichteste Kletterrose ist die Klasse der Rambler-Rosen. Sie können sogar hohe Bäume bewachsen und bilden lange Triebe. Sie benötigt kaum Schnitte und überzeugen mit voller Blütenpracht.

Rosen richtig schneiden

Fazit

Rosen selber zu schneiden ist nicht anspruchsvoll. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schnitt sind das Wissen um die Rosen Art und eine guten Blick. Allgemein gilt: Die meisten Rosenbesitzer schneiden zu zaghaft. Haben Sie also keine Angst vor einem kräftigen Schnitt. Ihre Rose wird es Ihnen mit wunderschönen Blüten danken.

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