Vor einer großen Buche stehen im Herbst viele Menschen

Abstimmung im Februar

Europäischer Baum des Jahres 2017

Die Finalisten für den Europäischen Baum des Jahres 2017 stehen fest. Zur Wahl stehen 16 einzigartige Bäume aus den Ländern Europas. Jeder ein Meisterwerk der Natur mit einer einzigartigen Geschichte. Doch im Gegensatz zum Baum des Jahres in Deutschland, stimmt nicht eine Jury über den Sieger ab. An der Wahl zum Europäischen Baum des Jahres kann jeder teilnehmen und seine Stimme online für seinen Favoriten abgeben.

Der Deutsche Kandidat: Kletterbuche in Hoppenrade

Für Deutschland geht in diesem Jahr ein echter Rekordbaum an den Start. Die Kletterbuche von Hoppenrade ist die dickste Buche in Deutschland. Sie steht im Gutspark der kleinen Ortschaft die zur Gemeinde Plattenburg im nördlichen Brandenburg gehört. 2016 ernannte die Deutsche Dendrologische Gesellschaft und die Gesellschaft Deutsches Arboretum die Buche zum Champions Tree und normierten sie zum Kandidat für den Europäischen Baum des Jahres.

Der Maße des Baumes sind gewaltig. Bei einer Höhe von 35 Metern, hat die Rot-Buche einen Kronendurchmesser von 28 Metern und einen Stammdurchmesser von mehr als achteinhalb Metern. Über das Alter des Baumes gibt es nur Schätzungen von Experten, die dieses zwischen 150 bis 180 Jahren beziffern. Auch ist unklar ob der Baum aus einem einzigen Sämling gewachsen ist. Der beulige Stamm der Buche könnte auf mehrere, über die Jahre zu einem Baum zusammengewachsene Setzlinge aus einer Büschelpflanzung deuten.

Fotos: CJD e.V.

Von Schülern Vorgeschlagen

Das anliegende Gutsgelände wird heute von der CJD Christophorusschule genutzt. Deren Schüler schlugen den Baum als deutsche Nominierung vor. Neben vielen anderen Bäumen auf dem Geländer, ist der alte knochigere Baum der Lieblingsbaum der Schüler. Sie betrachten die Buche vor ihrer Schule als „Grünes Klassenzimmer“, schützen und pflegen sie. Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas zu entdecken oder der Raum unter dem schützenden Dach seiner auslanden Krone dient als Spiel- oder Lernplatz.

Die europäische „Konkurrenz“

Die Kandidaten für den Europäischen Baum des Jahres müssen nicht zwingend uralt, turmhoch oder traumhaft schön sein. Vielmehr möchte das Projekt auf interessante Bäume als einen wichtigen Teil unseres Natur- und Kulturraumes aufmerksam machen. Es zählt die Geschichte eines Baumes und seine Verbindung zu den Menschen.

Entsprechend spannend sind die Geschichten der Bäume die unter den Finalisten sind. Aus Wales wurde eine uralte Eiche nominiert, die seit Jahrhunderten von eine Familie gepflegt wird. Erst eine Petition rettete sie vor der Bedrohung durch einen Straßenbau. Aus England tritt ein Bergahorn an, den einige von uns vielleicht schon gesehen haben. Er steht in einer Senke direkt am Hadrian Wall und wird mehrmals täglich von Touristen, Wanderern und Naturfreunden fotografiert. Der polnische Finalist ist auf einer Briefmarke abgebildet. Der schottische Beitrag steht auf einem Schulgelände und wird als „Kling-Klang“ bezeichnet. In einem Spiel versuchen die Schüler die Zweige des Baumes zu erreichen und dabei seinen Namen zu rufen.

Europäische Bäume des Jahres

2016Der älteste Baum in Bátaszék
Ungarn
2015Eiche auf dem Fusballplatz
Estland
2014Alte Ulme
Bulgarien
2013Platane in Erlau
Ungarn
2012Linde in Felsőmocsolád
Ungarn
2011Linde in Leliceni
Rumänien

Jetzt mitmachen und ihren Favoriten wählen

Über den ganzen Februar hindurch läuft die Abstimmung zum Europäischen Baum des Jahres. Jeder Teilnehmer kann für zwei Bäume abstimmen. Am 21. März erfolgt die Bekanntgabe des Siegers. Alle Kandidaten, ihre Geschichte und die Abstimmung finden Sie auf der Webseite zum Europäischen Baum des Jahres.

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