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Internationaler Tag des Waldes

Die Energie des Waldes tut uns gut!

Der Wald steckt voller Energie, und einen großen Anteil daran leisten die Bäume. Die Energie die uns der Wald spendet, erreicht uns Menschen auf vielen Wegen: Einerseits ist da eine Energie, die sich nicht messen lässt, die wir aber nach einem Spaziergang im Wald spüren. Anderseits ist da eine Energie, die sich im Holz versteckt und die wir direkt als Feuer und Wärme sehen und fühlen.

Mit Holzenergie zum modernen Menschen

Ohne die Energie aus dem Holz ist die Entwicklung des Menschen und unserer Zivilisation unvorstellbar. Als der Mensch das Feuer entdeckte, war dies ein entscheidender Schritt in der Evolution der Spezies. Mit gegartem Fleisch stand dem Frühmensch eine neue, gut verdaubare, hochenergetische und haltbare Nahrungsquelle zur Verfügung. Diese Nahrungsumstellung ist ein Grundstein für die Evolution unseres hochkomplexen und leistungsfähigen Gehirns. Aber das Feuer bedeutete weitere evolutionäre Vorteile. Beispielsweise spendet es Wärme und spart damit Körperenergie in kalten Nächten.

Der wichtigste Rohstoff für die Energie aus dem Feuer war das Holz. Größter Holzlieferant war und ist der Wald. Die Energie aus dem Holz und dem Wald blieb lange der treibende Motor der Zivilisation. Die Gewinnung und Verarbeitung erster Metalle ist ohne Holz und Holzkohle unvorstellbar, genauso ein Überleben in Regionen mit kalten und schneereichen Wintern ohne mit Holz beheizten Häusern.

Energie aus dem Wald nicht unbegrenzt

Die Abhängigkeit von einem begrenzt vorhandenen Rohstoff wie dem Holz, führt zu Problemen. Die Geschichte der Menschheit ist voller Beispiele, in denen vernichtete Wälder im Untergang der Zivilisation endeten. Ein gutes Beispiel sind die Osterinseln: Einst voller Wälder, findet sich heute auf den Inseln fast kein Baum. Von den einstigen Bewohnern blieb nicht vielmehr, als die monumentalen Statuen übrig.

Auch Europa plünderte bis ins Mittelalter seine Wälder gnadenlos. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stand vom einstiegen Wald auf über dreiviertel der Fläche, lediglich noch ein Viertel. Die einsetzende Holznot mündete in der Erkenntnis, nur so viel zu nutzen, wie nachwächst. Die Idee der Nachhaltigkeit war geboren. Aber auch in großen Mengen verfügbare Alternativen wie Kohle, halfen eine vollständige Entwaldung Mitteleuropas zu verhindern. Dank großangelegter Aufforstungen, sind heute wieder 30 Prozent der Fläche Deutschlands mit Wäldern bestockt.

Energie aus dem Wald heute

Die Rolle des Holzes aus dem Wald als Energielieferant, hat global dennoch nie an Bedeutung verloren. Noch heute sind aufgrund fehlender Alternativen 2,4 Milliarden Menschen auf den Rohstoff angewiesen. Sie kochen ihr Essen, bereiten ihr Wasser auf oder heizen ihre Hütten und Häuser mit Holz. 50 Prozent der weltweiten Holzproduktion fließen damit in den Energiesektor. Fast eine Milliarde Menschen arbeiten in Voll- oder Teilzeit in diesem Bereich.

In den westlichen Zivilisationen ist der Anteil von Holz an der Energieerzeugung hingegen deutlich zurückgegangen. Doch die besondere Rolle von Holzfeuer scheint im Unterbewusstsein des Menschen tief verankert zu sein. Noch immer ruft die Wärme, die ein knisterndes Holzfeuer versprüht, ein Gefühl der Geborgenheit hervor. Und auch das Grillen ist für viele Menschen eine besondere Art der Nahrungszubereitung.

Die Renaissance von Holz als Energieträger

Mit der Abkehr von fossilen Rohstoffen wird Holz, als regenerativer und nachwachsender Rohstoff, einen festen Platz im zukünftigen Energiemix einnehmen. Energie aus dem Wald steht mit den Konzepten der modernen nachhaltigen Waldwirtschaft vor einer Renaissance. Egal ob in der kleinen modernen Heizanlage im Einfamilienhaus oder als größeres regionales Heizkraftwerk, Holz kann in unserer modernen Gesellschaft Energie zeitgemäß bereitstellen. Es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum in den Jahrzehnten zuvor aufnimmt. Moderne Filteranlagen unterbinden den früher problematischen Ausstoß von Schadstoffen und Feinstäuben.

Die andere Energie aus dem Wald

Neben dem Holz liefert der Wald heutzutage vielen Menschen noch eine andere Energie. In einer Zeit, die geprägt ist von Hektik, Termindruck und einem ständigen medialen Informationsfluss, übernimmt er den Platz des Ruhepols. Auch wenn es nie Still im Wald ist, empfinden wir ihn dennoch als Ort der Ruhe und Entspannung. Wer sich ganz bewusst auf diese Stimmung aus sanftem Rauschen, entferntem Vogelgezwitscher und Waldduft einlässt, merkt, wie sich die körperlichen Speicher langsam füllen. Gleichzeitig beutetet ein Waldspaziergang Bewegung, was neben mentalen, auch gesundheitlich positive Effekte auf den menschlichen Körper hat.

Wald tut uns gut!

Der Wald und seine Energien begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Früher unverzichtbar und elementar, heute weiterhin wichtig. Die Nutzung der Holzenergie ist heute nicht mehr selbstverständlich und bedarf eines klugen Managements. Die wohltuende Wirkung des Waldes auf unseren Körper und Geist, wird dagegen immer wichtiger. Sie steht jederzeit frei zu Verfügung und lohnt nicht nur am Internationalen Tag des Waldes eines ausführlichen Spaziergangs!

Der Autor: Jan Böhm

Internationaler Tag des Waldes 2017

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