Kletternde Forscher und die Patagonische Zypresse

Nicht nur Schimpansenforscher nutzen die Seilklettertechnik, um ihr Forschungsobjekt näher untersuchen zu können. Auch Forscher, die ihr wissenschaftliches Interesse auf Bäume selbst gerichtet haben, benötigen sie für ihre Arbeit. Denn in den Kronen uralter Baumriesen findet sich eine unglaubliche biologische Vielfalt: ein einmaliges und immer wichtiger werdendes Gebiet in der Wissenschaft. Der Weg zu diesen mehrere tausend Jahre alten Bäumen ist aber nicht immer einfach, besonders nicht der Weg in die hohen Wipfel.

Einer dieser beeindruckenden Methusaleme, dessen Krone viele Erkenntnisse für Forscher bereithält, ist die Patagonische Zypresse. Sie wird zwar nicht so hoch wie der Küstenmammutbaum, doch, was das Alter betrifft, kann sie ihn locker abhängen. Sie ist mit einer Lebensdauer von 3500 Jahren die zweiälteste Baumart, die derzeit bekannt ist. Und im Gegensatz zur ältesten, nur etwa 15 Meter hohen Langlebigen Fichte, kann sie eine Höhe von bis zu 60 Metern erreichen. Die Patagonische Zypresse, die auch Alerce genannt wird, findet sich in den gemäßigten Regenwäldern Chiles. Dorthin brachen im April 2012 drei Forscher auf, um diese Bäume zu beklettern und die alten Baumkronen zu entdecken.

Wie es Waldo Etherington, hochqualifizierter und erfahrener Baumpfleger, Ian Geddes, Naturschützer und erfahrener Baumpfleger, und Filmemacher Zak Bentley, anerkannter Flussführer und Alpinkletterer, im chilenischen Regenwald ergangen ist? Das lesen Sie im Bericht In den Wipfeln uralter Bäume – Eldorado für kletternde Forscher von Britta Arnold im Kletterblatt 2014 – Kurszeitschrift der Münchner Baumkletterschule.