Brandstetter, Müller-Riemenschneider, Tomiczek

BFW Pilzfächer – Holz zerstörende Pilze

Baumpilze treten ganzjährig am Baum auf. Je nach Pilzart sehen die Fruchtkörper anders aus und die Pilte beeinflussen Baum unterschiedlich. Baumkontrolleure müssen die Pilzarten genau bestimmen, um einzuschätzen, ob der befallene Baum standsicher ist. Denn nicht jeder Pilz zersetzt das Holz gleich schnell und ist damit ein Zeichen für einen instabilen Baum. Der praktische Pilzfächer des Bundesforschungszentrum für Wald enthält alle relevanten holzzersetzenden Pilze und erleichtert die Bestimmung durch aussagekräftige Fotos.

Aufbau des Fächers

Der Pilzfächer enthält 46 schädigende Baumpilze im Wald, in Parkanlagen und in Gärten. Eingeteilt in drei Gefahrenstufen bekommt jede Pilzart ein Fächerblatt. Neben Fotos und allgemeinen Infos zu Häufigkeit, Aussehen, Auftreten am Baum, Form der Fäule und Essbarkeit, stehen auf der Kartenrückseite genaue Angaben zu den Wirten, Beschreibungen und Besonderheiten der Pilze sowie Verwechslungsmöglichkeiten.

Das Besondere am Pilzfächer

Der Pilzfächer ist der ideale Begleiter für den Alltag. Klein und handlich hält er alle wichtigen holzzersetzenden Pilze bereit. Diese sind in drei farblich aufgeielte Gefahrenstufen eingeteilt und dem Nutzer ermöglicht, den Pilz schnell und leicht zu beurteilen. Der richtige Pilz ist schnell gefunden, da jede Pilzkarte am Rand verständliche Symbole zeigt. Dazu zählen die Pilzform, der Hauptwirt (Laubbaum oder Nadelbaum), wo und wie häufig der Pilz am Baum vorkommt. Durch diese Kriterien lässt sich der Pilz eingrenzen und die passende Karte ist schnell gefunden.

Im Vergleich zum Fachbuch bietet der Pilzfächer gewisse Vorteile: Das kleine Format passt in die Jackentasche und ist ideal für den Arbeitsalltag. Die einzelnen Fächer bestehen aus beschichtetem Papier und vertragen leichten Nieselregen. Die farbliche eingeteilten Gefahrenklassen ersetzten keine eingehende Untersuchung, geben aber erste Hinweise auf die Dringlichkeit und lässt eine Einschätzung zu. Gerade Baumpfleger, die nicht täglich mit holzzersetzenden Pilzen arbeiten, finden in dem kleinen Begleiter eine fachgerechten Leitfaden zur Ersteinschätzung.

Zusammenfassung

  • Titel: „Holz zerstörende Pilze“
  • Autoren: Brandstetter, Müller-Riemenschneider, Tomiczek
  • Inhalt: 53 Karten, davon 46 Pilzarten
  • 80 Farbfotos
  • Format: Zwölf auf acht Zentimeter große Karten als Fächer
  • erhältlich bei Freeworker

Inhalt

  • Vorwort, Jahreskalender, Pilzindex, Symbolerklärung
  • 16 gefährliche holzzersetzende Pilze
  • 17 bedeutende holzzersetzende Pilze
  • 13 weniger bedeutende holzzersetzende Pilze
  • Anmerkungen und Fachbegriffe
  • Bildnachweise und Informationen zum Pilzfächer

Buchtipps zu holzzersetzenden Pilzen

Wer sich intensiv mit der Thematik der holzzersetzenden Pilze beschäftigen möchte, dem stehen zahlreiche Bücher zur Auswahl. Das wohl umfangreichste Buch über Holzpilze ist das Buch „Pilze an Bäumen“ von Hermann Jahn. Das Buch ist durch seine Größe und seinen Umfang als Nachschlagewerk für Zuhause geeignet. Neben reinen den reinen Merkmalen, um Pilz zu erkennen, geht das Fachbuch auch auf Themen wie „Holz als Nahrungsgrundlage“ oder „Züchtung von Holzpilzen“ ein.

Das Baumpflegeportal empfiehlt für das reine Bestimmen von holzzersetzenden Pilzen zwei Bücher: „Holzzersetzende Pilze“ von Peter Klug und Martina Lewald-Brudi, und „Pilze bei der Baumkontrolle“ von Lichtenauer, Kowol und Dujesiefken. Beide Bücher stellen Pilzarten vor, wobei das Buch von Dujesiefken noch tiefer auf die Bedeutung der Pilze in der Baumkontrolle und Baumstatik eingeht.

Ähnliche Artikel auf dem Baumpflegeportal:

0 Antworten

DEIN KOMMENTAR

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Name*

Website

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.