Buchtipp: Wie kommt die Laus aufs Blatt

Warum ist der Buchsbaum mittlerweile so anfällig gegen Zünsler? Welches ist die erste und welches die letzte Blüte im Jahr, die Insekten ernährt? Wie können Vögel so lange singen, ohne Luft zu holen? Wie kommt es, dass Glühwürmchen im Dunkeln leuchten? Diese und andere spannende Fragen beantwortet das Buch von Andreas Barlage „Wie kommt die Laus aufs Blatt“. Dabei erzählt Barlage humorvoll und fachlich fundiert Wissenswertes und Kurioses rund um die Tiere im Garten.

Inhalt des Buches

Leben und leben lassen –unter diesem Motto rückt Andreas Barlage die tierische Nachbarschaft im Garten lustig und pointiert in den Fokus. Dabei räumt er zum einen mit Mythen und Märchen auf: Verdoppelt sich ein Regenwurm, wenn man ihn teilt? Zeigt die Anzahl der Punkte beim Marienkäfer an, wie alt er ist? Wie viele Beine haben Tausendfüßler wirklich?

Zum anderen vermittelt Barlage kompetent aber verständlich aufschlussreiche Hintergrundinfos über Besonderheiten und Fähigkeiten von tierischen Gartenbewohnern. Praxistipps zum Umgang mit Schnecken, Buchsbaumzünsler, Wühlmäusen und Wespennestern fehlen ebenso wenig wie beispielsweise eine Anleitung zum Bau von wirklich tiergerechten Insektenhotels.

Das sagt die Redaktion vom Baumpflegeportal

Das Buch von Andreas Barlage „Wie kommt die Laus aufs Blatt“ ist strategisch klug angelegt. Denn jedes Buchkapitel ist als Frage formuliert. Fragen erzeugen Neugier und verlangen Antworten. Und prompt ist er eingefangen, der potenzielle Leser! Ein weiteres Pfund von Barlages „Wie kommt die Laus aufs Blatt“ liegt in der Kompaktheit. Jede der 83 Fragen wird prägnant, aber fachgerecht auf einer Doppelseite beantwortet. Das bietet sowohl die Möglichkeit für ein kurzes Lese-Intermezzo zwischendurch. Oder verführt dazu, immer weiter und weiter zu lesen. Nach dem Motto: Nur noch eine Frage …

Hinter dem Buchaufbau steckt ebenfalls Taktik. Die Einteilung in verschiedene Themenbereiche ist gezielt aufeinander abgestimmt. So platziert Barlage die Fragen zu den tierischen Gartenbewohnern, über die wir Menschen uns eher freuen, strategisch günstig direkt am Beginn des Buches. Damit gelingt der Einstieg ins Werk spielend leicht. Denn der geneigte Leser lässt sich gern darauf ein, mehr über „Unsere Lieblinge“ zu erfahren. Und bleibt dann automatisch am Ball, wenn im weiteren Verlauf Anregungen für ein besseres Zusammenleben gegeben werden – wie im Bereich „Hilfe für Helfer“. Zudem erzeugt der Autor durch erklärendes Basiswissen Verständnis für oftmals unbeliebte „Untergrundarbeiter“ und nimmt die Angst vor „ungebetenen Gästen“.

Plädoyer für Artenschutz und Artenvielfalt

Dabei merkt man deutlich: Es liegt ihm am Herzen, das stressfreie Zusammenleben mit der „kreuchenden und fleuchenden Nachbarschaft“. Und so ist das Buch von Barlage „Wie kommt die Laus aufs Blatt“ auch ein Stück weit Aufklärungsarbeit und Vermittler zwischen den menschlichen und tierischen Gartennutzern. Denn meistens waren die Tiere vorher da und werden nach dem „Einzug“ der Menschen mit deren Grenzen und Vorgaben konfrontiert, die ihrer Natur widersprechen. Das Buch von Andreas Barlage „Wie kommt die Laus aufs Blatt“ weckt dafür auf liebevoll humorige Art das Bewusstsein. Und ist mit dem Aufruf zum harmonischen und friedlichen Nebeneinander nicht zuletzt ein Plädoyer für gelebten Artenschutz zur Bewahrung der Artenvielfalt.

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Über den Autor

Andreas Barlage wurde 1963 in der westfälischen Kleinstadt Harsewinkel geboren. Nach einem Gartenbaustudium arbeitet er bereits seit 20 Jahren als Autor, Redakteur und Referent in der Grünen Branche. Er veröffentlichte zahlreiche Ratgeber-Bücher rund um das Thema Garten. Mit „Ans Herz gewachsen – ein Gärtner und seine Lieblingspflanzen“ und „Woher wissen Wurzeln wo unten ist?“ gewann er wegen seines informativen, aber leicht zu lesenden Essay-Stils bereits zweimal den Deutschen Gartenbuchpreis in der Kategorie „Gartenprosa“. „Wie kommt die Laus aufs Blatt“ errang 2021 in dieser Kategorie den dritten Platz.

Zusammenfassung

  • Titel: „Wie kommt die Laus aufs Blatt – Wissenswertes und Kurioses rund um die Tiere in unserem Garten“
  • Autor: Andreas Barlage
  • Jan Thorbecke Verlag, 2021
  • Gebundenes Buch
  • 184 Seiten
  • erhältlich bei Thorbecke – Verlagsgruppe Patmos

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