Im Frühjahr auf Obstbäume und Ziergehölze achten

Obstbäume in Gefahr: Feuerbrand

Bald beginnt wieder die Frühlings- und damit auch die Blütezeit vieler Obstbäume in Ihrem Garten. Das bedeutet gleichzeitig, dass Schädlinge ebenfalls aus dem Winterschlaf erwachen. Achten Sie deshalb auf Ihre Obstgehölze, um bei einer möglichen Krankheit rasch eingreifen zu können. Der Feuerbrand zum Beispiel stellt eine ernstzunehmende Gefahr für Ihre Obstbäume und Ziergehölze dar. Der wichtigste Zeitraum, in dem vom Feuerbrand bedrohte Gehölzarten beobachtet werden sollten, beginnt mit dem Abschluss der Blüte ab Mitte März und reicht bis zum Ende des Frühsommers.

Betroffene Gehölzarten

Vom Feuerbrand betroffen sind hauptsächlich Obst- und Ziergehölze:

  • Kultur- und Zierformen von Apfel (Malus)
  • Birne (Pyrus) und Quitte (Cydonia)
  • Zierquitte (Chaenomeles)
  • Weiß- und Rotdorn (Crateagus)
  • Feuerdorn (Pyracantha)
  • Vogelbeere und Mehlbeere (Sorbus)
  • Zwergmispel (Cotoneaster)
  • Felsenbirne (Amelanchier)

Zeitraum der Infektion

Die Hauptinfektionszeit liegt in der Blütezeit der Obstpflanzen, also im Frühling bis Frühsommer. Genauer gesagt: Ab Mitte März (Blüte der Zierquitte) bis Ende Juni (Zwergmispel und Felsenbirne). Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen kann der Feuerbrand aber auch im Hochsommer noch einmal aktiv werden. Zum Beispiel nach starken Gewittern mit Hagel sind die Bedingungen für das Bakterium optimal: Die Pflanzentriebe weisen kleine Verletzungen auf, durch die der Erreger die Obstgehölze befallen kann. Das warmfeuchte Klima aktiviert den Feuerbrand zusätzlich.

Erkennungsmerkmale

Diese Pflanzenkrankheit ist durch das Erscheinungsbild der Blätter der befallenen Pflanzen zu ihrem Namen gekommen: Die Blätter sehen aus, als wären sie verbrannt. Ausgelöst wird die Krankheit durch das Bakterium Erwinia amylovora. Typisch für Feuerbrand sind dunkelbraun bis schwarz verfärbte Stiele und abgestorbene Blüten und Blätter an den befallenen Zweigen. Außerdem sind die Hauptadern der Blätter häufig dunkel gefärbt. Die infizierten Blüten und Triebe vertrocknen im Verlauf der Krankheit. Bei feucht-warmem Wetter kann an den erkrankten Gehölzteilen außerdem klebriger, milchig-weißer Bakterienschleim austreten. Die toten Blätter bleiben am Baum hängen. Die Krankheit kann sich auf ältere Äste und den Stamm ausbreiten und letztendlich auch zum Absterben der gesamten Pflanze führen. Die vom Feuerbrand betroffenen Teile der Rinde sinken ein. So sind gesundes und krankes Gewebe deutlich zu unterscheiden.

Vorgehen bei Befall

Weisen Ihre Apfel-, Birnen- oder Quittenbäume Triebe auf, deren Blätter und Stiele bräunlich-schwarz verfärbt und abgestorben sind, müssen die befallen Äste großzügig entfernt werden. Da der Erreger auch auf Schnittgut überdauert, darf es auf keinen Fall im eigenen Kompost entsorgt werden. Das für den Schnitt eingesetzte Werkzeug muss im Anschluss desinfiziert werden. Grundsätzlich ist ein Befall mit Feuerbrand meldepflichtig. Informieren Sie sich diesbezüglich bitte beim für Pflanzenschutz zuständigen Landesamt.

Die Autorin: Elisabeth Morgenstern

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Quellen: