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Grüne Hauptstadt

Stadtbäume für Berlin

Grüne Städte liegen im Trend und viele Stadtverwaltungen und Bürger setzen sich seit einigen Jahren aktiv dafür ein, damit die eigene Stadt noch grüner und lebenswerter wird. Klimawandel, steigender Verkehr und eingeschleppte Krankheiten erschweren auf der anderen Seite dieses Vorhaben. Dazu kommen gerade in Großstädten chronisch klamme Haushalte, die nicht die gewünschten Mittel für das zukünftige Stadtgrün bereit halten. In diesen Fällen sind kreative Projekte gefragt. Eines dieser Projekte ist die Kampagne der Hauptstadt unter dem Motto „Stadtbäume für Berlin“.

Schleichender Verlust der Straßenbäume

Berlin ist dank vieler Parks, großen Stadtwäldern und begrünten Straßen eine der grünsten Großstädte weltweit. Allein den Bestand an Straßenbäumen gibt die Stadt mit rund 440.000 Exemplaren an. Jedoch machen sich auch in der Metropole an der Spree die Probleme der Stadtbäume unser Zeit bemerkbar. Die Belastungen für Bäume steigen.

Durch den Straßenverkehr ist die Luft mit Schadstoffen und Feinstaub belastet und im Winter sickert das Streusalzwasser in den Boden und setzt den Wurzeln zu. Das Klima wird heißer und die Trockenperioden länger. Dazu kommen pinkelnde Hunde und neue Krankheiten aus allen Teilen der Welt, denen die Bäume nicht gewappnet sind. Als Beispiele sind hier das Rosskastaniensterben, das Eschentreibsterben, die Rußrindenkrankheit, das Birkensterben und der Eichenprozessionspinner genannt.

Fehlende Mittel für neue Bäume

Zusätzlich steigen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Gerade Bäume entlang von Straßen muss die Stadt schneller beseitigen, wenn sich Schadsymptome zeigen. Im Schnitt erreicht ein Straßenbaum in Berlin ein Alter von 60 Jahren. Nicht nur die Bürger, sondern auch die Verwaltungen wollen die verloren Bäume zeitnah ersetzen. Aber neue Bäume und die anschließend notwendige Pflege kosten Geld.

Berlin beziffert die Kosten für einen neuen Baum für Pflanzung und  Pflege in den ersten drei Jahren auf 2.000 Euro. In Zeiten von klammen Kassen sind die Mittel für die Grünflächenämter für neue Bäume leider schnell erschöpft. Die Folge in Berlin war, dass nicht alle gefällten Bäume ersetzt wurden.

Gemeinsam mit den Bürgern Stadtbäume sichern

Im Schnitt pflanzt die Stadt jedes Jahr 2.500 neue Bäume aus eigenen Mittel. Weniger als sie fällen muss. Damit die Mitarbeiter der Grünflächenämter weitere Bäume pflanzen können, startete Berlin 2012 die Kampagne „Stadtbäume für Berlin“. Den Bewohnern der Stadt, Unternehmen und Verbände gibt dies die Chance, aktiv an einer grünen Stadt mitzuwirken. Das besondere an der Spende, sobald ein Betrag von 500 Euro erreicht ist, ergänzt die Stadt die restlichen 1.500 Euro für den Baum.

In vorab festgelegten Bezirken der Stadt ist jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst Pflanzzeit. Im Schnitt reichen die Spenden für 600 bis 800 neue Straßenbäume pro Spendenperiode. Die Baumarten und Standorte der Pflanzungen geben die einzelnen Bezirksämter vorab vor. Für Spender besteht die Option, sich aus den vergebenen Standorten ihren Lieblingsplatz auszusuchen und auf Wunsch ein Baumschild am Baum zu bekommen.

Die Kampagne läuft aktuell bis ins Jahr 2021 und jeder der will, kann an der Kampagne teilnehmen. Mehr Informationen gibt es direkt auf der Kampagnenseite der Stadt Berlin!

Der Autor: Jan Böhm

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