Dutzende dunkelrode Blütendolden eines Flieder

Richtiger Baumschnitt

Tipps zu Pflege und Schnitt von Flieder

Flieder (Syringa) blüht hauptsächlich im Frühling, zwischen April und Juni. Nicht zu verwechseln ist er übrigens mit dem Sommerflieder (Buddleja), der – wie der Name schon sagt – erst im Sommer seine Blütenpracht entfaltet. Neben den wunderschönen, meist lila-, aber auch rosa- und weißfarbenen Blüten, verzaubert der Flieder während der Blütezeit auch mit seinem betörenden Duft. Auch in unseren heimischen Gärten findet sich der Gemeinene oder Gewöhnlichene Flieder (Syringa vulgaris). Er erreicht Höhen von bis zu sieben Meter. Trotzdem ist Syringa sehr pflegeleicht. Mit einigen Tipps haben Sie lange Freude an diesem herrlichen Gehölz.

Die richtige Sorte für Ihren Garten

Wie bereits erwähnt, können manche Fliedersorten bis zu sieben Meter in die Höhe schießen. Doch es gibt mittlerweile auch kleinere Züchtungen und „Flieder-Zwerge“. Überlegen Sie sich also rechtzeitig, wieviel Platz der Flieder in Ihrem Garten für sich beanspruchen kann. Erkundigen Sie sich dann entsprechend bei einem Fachhändler, welche Sorte für Ihr Platzangebot in Frage kommt.

Der passende Standort ist wichtig

Der Flieder bevorzugt Böden, die reich an Nährstoffen und kalkhaltig sind. Er toleriert aber auch schwachsaure Böden und gedeiht dort recht gut. Wichtig ist, dass Sie Ihren Flieder an einem sonnigen Standort pflanzen. Denn Schatten verträgt er nicht sonderlich gut, er liebt die Sonne. Ist es ihm zu schattig, blüht er leider nicht. Windgeschützt sollte der Platz ebenfalls sein. Vermeiden Sie es, den Flieder auf einen undurchlässigen, permanent nassen Untergrund zu setzen. Das verträgt er nicht.

Das sollten Sie beim Pflanzen beachten

Um dafür zu sorgen, dass das Gehölz vor dem Austrieb im Frühling bereits gut im Boden verwurzelt ist, sollten Sie es im Herbst einpflanzen. Wenn Sie Ihren Flieder dennoch erst während der Blüte kaufen und pflanzen, ist folgendes zu beachten: Gießen Sie ihn in den ersten Wochen ausgiebig!

Auf keinen Fall zu stark schneiden

Ist der Flieder erst einmal eingepflanzt und angewachsen, ist er äußerst anspruchslos und pflegeleicht. Er entwickelt sich am besten, wenn Sie ihm mit der Schere nicht zu nahe kommen und ihn in Ruhe lassen. Lediglich abgestorbene Äste sollten Sie regelmäßig entfernen. Außerdem ist es jetzt nach der Blüte hilfreich, wenn Sie die vertrockneten Blütenstände entfernen. Schneiden Sie diese am Ansatz ab. Achten Sie darauf, nicht zuviel wegzuschneiden: Die Blüten für das kommende Jahr werden bereits im Vorjahr angelegt. Bei alten Fliedersträuchern ist es möglich, diese durch einen radikalen Rückschnitt ins alte Holz zu verjüngen. Dafür eignet sich der Sommer besonders. Bedenken Sie aber, dass die Blüte im nächsten Jahr dann ausfällt.

Düngen schadet nicht

Flieder hat einen sehr hohen Bedarf an Nährstoffen, er ist ein sogenannter Starkzehrer. Deshalb sollten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig im Frühling düngen. Jetzt nach der Blüte können Sie noch einmal nachlegen. Verwenden Sie hierfür aber nicht zuviel Düngemittel.

Die Autorin: Elisabeth Morgenstern

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Buchsbaum Triebspitzen frisch geschnitten
Dutzende dunkelrode Blütendolden eines Flieder
Grüne, sauber geschnittene Lebensbaumhecke
Forsythie
Zweig einer Kugelrobinie mit vielen kleinen Blättern