Saftige Brombeeren am Strauch

Tipps für eine reiche Ernte

Brombeeren im Garten – So geht᾽s

Ihren Namen verdankt die Brombeere den Stacheln und kleinen Dornen, die sich an ihren Ranken befinden und die sie als Kletterhilfe nutzt. Deshalb nannte man sie früher auch Dornbeere. Aus dem althochdeutschen Wort brämberi, das Dornbeere bedeutet, entstand schließlich der heute gebräuchliche Name. Der beste Pflanzzeitpunkt für Brombeeren ist jetzt im Frühling oder im Herbst. Wenn Sie einige einfache Tipps beachten, können Sie bald die saftigen, dunklen Beeren ernten.

Brombeeren pflanzen

Der ideale Zeitpunkt, um Brombeersträucher in Ihrem Garten anzupflanzen, ist jetzt im Frühjahr oder am Sommerende bzw. Herbstanfang. Bei der Wahl des Standortes gilt es, folgende Punkte zu beachten: Brombeeren bevorzugen halbschattige bis sonnige, windgeschützte Plätze. Man findet sie häufig auch wild wachsend an Waldrändern. Der Boden selbst muss keine besonderen Ansprüche erfüllen. Wichtig ist außerdem ausreichend Feuchtigkeit. Brombeeren mögen aber keine Staunässe. Sorgen Sie also dafür, dass das Wasser gut abfließen kann.

Brombeeren sind Kletterpflanzen: Spaliere helfen

Brombeeren tragen die Früchte am zweijährigen Holz. Wenn Sie sich das Abernten der frischen Früchte erleichtern wollen, sollten Sie von Beginn an darauf achten, junge und alte Triebe getrennt zu halten. Mit einem Spalier ist das einfach zu bewerkstelligen. Im Gegensatz zu Himbeeren sind die einzelnen Sträucher bei Brombeeren gut zu unterscheiden. Befestigen Sie also die jungen Ruten einfach auf der einen und die alten Ruten auf der anderen Seite des Stocks am Spalier. So sorgen Sie nicht nur für eine einfachere Ernte – die Sträucher erhalten dadurch auch ausreichend Sonnenlicht.

Die alten auf der einen, die jungen Triebe auf der anderen Seite.

Grafik von jungen und alten Ranken von Brombeeren am Spalier

Den jungen Ruten hilft das beim Wachsen, den Beeren beim Reifen. Lassen Sie außerdem genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Je nach Sorte variiert der Pflanzabstand: Bei stark wachsenden Sorten empfiehlt es sich, zwei bis vier Meter Platz zu lassen, bei schwach wachsenden Sorten ist ein Meter ausreichend.

Regelmäßiger Schnitt sorgt für eine gute Ernte

Wie bei vielen Beerensträuchern hilft auch bei der Brombeere der alljährliche Schnitt dabei, Fruchtqualität und -menge zu sichern. Die alten Triebe, die bereits Früchte getragen haben, müssen komplett zurückgeschnitten werden. Wenn Sie die Ranken, wie oben beschrieben, konsequent voneinander trennen, ist es sehr viel leichter, auch die Richtigen zu entfernen. Entfernen Sie die alten Triebe erst jetzt im Frühjahr, bieten sie den jungen Ruten im Winter Schutz. Besonders in Regionen mit kälteren Wintern ist das sinnvoll. In Gebieten mit milderen Wintern können die alten Ranken bereits im frühen Winter geschnitten werden. So haben die Brombeer-Milben keine Chance, in Ihren Sträuchern zu überwintern. Im Sommer werden dann die Seitentriebe auf zwei bis drei Blätter zurückgeschnitten.

Heilende Wirkung von Brombeeren

Früher hat man häufig auch die Wurzeln der Brombeere als Heilmittel benutzt. Heutzutage dienen allerdings meist die Beeren oder Blätter als Grundlage für schmackhafte Tees. Gerade die Beeren sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Sie enthalten unter anderem Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen sowie Vitamin A, B, C und E. Die Beeren besitzen außerdem belebende Fruchtsäuren und Flavonoide. Diese schützen zum Beispiel vor Zellschäden und Freien Radikalen. Brombeeren wirken außerdem entwässernd und stärken die Immunabwehr. Ein Tee aus den Beeren selbst kann bei leichtem Durchfall helfen. Auch als Mundspülung wirkt er gegen kleine Entzündungen im Mund oder Rachen und beruhigt gereizte Stimmbänder. Ein Tee aus den Blättern wiederum stärkt die Abwehrkräfte, hilft bei Husten oder Schnupfen und ebenfalls Durchfall. Auch bei Regelschmerzen kommt er zum Einsatz.

Die saftigen Beeren können Sie sortenabhängig zwischen Juli und Frühherbst ernten. Reif sind sie, wenn sie ganz schwarz sind und sich leicht vom Strauch ablösen lassen. Guten Appetit!

Die Autorin: Elisabeth Morgenstern

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